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ist ein gutes Buch, und die germanischeFormlosigkeit, das Verschwommene, Un-plastische dran, das Unbeholfene in zu vielReichtum wirkt monumental: so machtvolldurchflutet ein Strom von Angst- und Lei-densstimmung das ganze Buch und giebtihm heisses Leben. Das'Undeutliche, Un-zulängliche der organischen Konstruktionwird auf einmal wie die notwendige Ein-kleidung einer Erzählung, die vom undeut-lichen Sinn des Lebens handelt, vom Un-zulänglichen der Natur, dem Stückwerkartigenmenschlicher Beziehungen und den dunklenSackgassen des Daseins, in denen sich derEinzelne verirrt und zu Tode läuft.
„Medusenhaupt" schildert die Beziehungenzweier Menschen zu einander, sogenannterFreunde, die sich nicht ganz finden undnicht ganz lassen können, die im Wechselvon Anziehung und Abstossung sich immerfester verketten — wenn sie gegen einan-der wirken, erst recht auf einander wirken,in der Nähe einander fern sind und getrenntfür einander Schicksal werden. Nichts be-freit den einen wirklich von dem anderen;im Gegenteil, da der eine stirbt, ist derÜberlebende dem Toten widerstandslosanheimgefallen.
Sie hatten sich schon auf der Universitätgekannt und instinktiv gemieden. Ein Zu-