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eine Reihe braver naturalistischer Sachengeschrieben, denen das „cachet" der Eigen-herrlichkeit, die eben Kunst ist, fehlte.Atelierstudien gleichsam. Eine davon, „MutterLenas Junge", ist bei Reclam deutsch er-schienen. Das ist nun lange her — einpaar Jahre schon — und die Mode in derLitteratur hat seitdem umgeschlagen. Aberdas erklärt ein Werk wie „Medusenhaupt"nicht; ein solches bedurfte mehr als desWechsels im Vorbild und Meister, mehr alsneuer Manieren der Kunst. Eh' er esschreiben konnte, musste im Autor selbstetwas vorgegangen sein, das ihn zu einemMenschen für sich, zu seinem eigenen Meistermachte. Es hatte sich in Geijerstam jenerseelische Prozess vollzogen, den man vielenKünstlern unserer Tage anmerken kann. Esist wie eine heimliche Erkrankung, die ihneneigentlich erst Innerlichkeit giebt und leichtermitvibrierende Nerven. Ihre Phantasie ent-zündet ihr Blut nun heftiger; sie leben biszur Unerträglichkeit das Leben ihrer Traum-geschöpfe mit; sie leben überhaupt inten-siver ; sie sehen und fühlen die tausendFäden, welche die Natur in ihrem Fleischehat, und die tausend anderen, mit denenGesetz und Sitte sie bindet und einschnürt;sie wissen um sich und um ihre tiefe Iso-lation — um die schauerliche Stummheit
Herzfeld, Die skandinavische Litteratur etc. 10