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wollen, wenn es ein Kunstwerk gilt, — ganzwie in aller echten Phantasiekunst ein StückNaturstudium steckt und die genaueste Be-obachtung ohne formende Phantasie nochkeineswegs Naturalismus ist. Nur tritt balddas ernste Studium des Objektes mehr her-vor nnd bald wieder das subjektive Spiel derschöpferischen Laune. Die moderne Litte-ratur hat in Frankreich und Skandinavienlang genug die Kunst nach wissenschaftlichenMethoden getrieben; nun wendet das jungeGeschlecht seine Vorliebe jener Methode zu,die dem künstlerischen Genie am besten ent-spricht. Man will nicht so sehr irgend eineThese dozieren, als dekorieren, Schönheitschaffen. Man will sich lieber den abenteuer-lichen Flügen der Phantasie anvertrauen alsSchritt vor Schritt an der Krücke des Ver-standes das graue Reich des Allzugewissendurchmessen. Denn was ist heute dieses garso Gewisse ? Dass unser Leben, dass unsereGesellschaft wie unsere Erkenntnis nurfliegende Brücken über einen Abgrund sind.Den Einen trägt's noch hinüber, der Nächstebricht ein. Unter uns das Bodenlose, voruns die Verzweiflung. Sie wissen es alle,diese jungen Menschen, die mit Geusenstolzsich Dekadenten nennen: wir stehen vor dergrossen Abrechnung und morgen ist derTod. Mag der soziale Staat die Auferstehung