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fühlen, welche die Tage rastlos und dieNächte schlaflos machen;" — ob Freude, obSchmerz, einerlei; nur nicht mehr diesekalte Gleichgiltigkeit. Er ist nun schon einpaar Jahre in Christiania und studiert vomMorgen bis zum Abend; aber was die Kol-legen von der Malerschule erregt, wecktkeine Begeisterung in ihm ; er steht ausser-halb der Welt, ihrer sozialen Systeme undmoralischen Fragen, ausserhalb der Jugendund ihrer wahllosen Genüsse. Doch aufeiner mehrwöchentlichen Gebirgsreise, dieseine Wangen bräunt, hat er die Natur ent-deckt — nicht die Natur als menschlicheKategorie, als Gegenstand der Wissenschaftund Ästhetik, sondern die Natur als weben-des Leben. Und sich als ein Stück Vege-tation dieser Erde, das die Resultate der ver-schiedenen physiologischen Prozesse seinesLeibes im Gehirn notiert und nach Wissen undKönnen psychisch deutet und auslegt. Indiesem Moment erhöhten physischen Daseinsbegegnet Erik der „femme fatale". Hedwighat etwas Brunhildenhaftes, jung, schön, wildund rücksichtslos, wie sie ist. Erik inte-ressiert sie, doch weil ihr Ideal, wie dasjedes gesunden Weibes, der Mann alsHerr ist und sie darunter den starkenHelden versteht, der fremden Willen knickt,Erik jedoch fein und still ist und von der