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verschwand Aase gar oft in der Dämmerung.Zuerst ärgerte sich Frau Ulrikke darüber.Dann begann sie sie auszufragen. Aaseleugnete; zuletzt aber gestand sie alles zumTrotz. Und dabei taute Frau Ulrikke selbstauf. Die Vergangenheit ward in ihr leben-dig. Und ihre Augen begannen zu glänzen,die Wangen zu glühen; sie richtete sich aufund erzählte und erzählte. Die Luft imZimmer schien förmlich schwül von all' denüppigen Bildern und starken Worten; eineWolke von Lüsternheit, Blut und Todes-angst hüllte die beiden Frauen ein . . .Doch eines Abends, bei altem Madeira undhitzigen Geschichten, mitten in einem un-stillbaren Gelächter, stiess Frau Ulrikke einenSchrei aus und sank vom Schlag getötetum ... In der Nacht nach dem Begräbnisholte ein fremder Mann den Pastor: „Steh'auf und komm' mit . . . jemand . . . meineMutter, bedarf in der äussersten Not deinesBeistandes." Das war seltsam, doch derPastor ist jung und voller Eifer. Von demFremden geht ein bannender Zug aus. Schonsind sie bei dem Kirchhof: „Nein!" flüstertder Pastor — und folgt dem Manne doch.Dieser führt ihn mit sich, führt ihn an dasneue Grab: „Horch! Sie liegt drunten undpfeift." Dem Pastor graut: „Was fällt direin? Sie ruht in Frieden und hat die ewige