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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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„Nora" den Rang ablaufen wollte? nochmehr für die Frau thun als der Rivale, undnoch erhabenere Gesinnung zeigen? Voneinem trockenen, technisch ungeschicktenStück, aufgebaut auf der Forderung gleichstrenger Keuschheit für Mann und Frau ?Die „Handschuhmoral" wurde auch sofortdie neueste Plattform der Emanzipations-verfechter. Und ausgegeben hatte die Paroleein Dichter — sonst war es ein Vorrechtder Dichter, das Menschliche frei und grossaufzufassen, und mit reinerem Blick als jene,die im Staube kriechen — ein Dichter, dersich in der Jugend keinen Zwang auferlegthatte und dessen asketische Moral nunsonderbare Korrelate fand. Man sehe z. B.an, welche Entwickelung in seinen Werkendie Freude am Prügeln nahm. In den Bauern-geschichten seiner Jugend, da giebt es nochganz gesunde, obschon brutale Prügel; in„Man flaggt" (deutsch bearbeitet „ThomasRendalen") hat die Prügelei schon einenanderen Charakter, gehört aber zu den ge-nialen Zügen des Buches. Mit den Jahrendes Dichters wächst jedoch die Freude amAusmalen der Furcht vor schwebenden Prü-geln, der ganzen Wollust des Prügeins undPrügelnsehens bis zu jener schändlichenScene in der Novelle „Absalons Haar", woHarald Kaas seine vornehme, schöne, un-