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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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was ihre Väter und Vorväter geglaubt. Siesindfreie Geister" und schweben mit Ge-sinnungen, Ideen, Wünschen, Plänen einwenig in der Luft. Sie haben mit der Kritikbegonnen und sind durch den Skepticismusbis an den Rand des Nihilismus gelangt,wenn sie nicht wie Björnson ein Hinter-pförtchen fanden, das sie auf Umwegen indie liebe Philisterei heimführte.

Die Freigeisterei und nicht bloss dieGleichaltrigkeit war's, die J. P. Jacobsenmit dieser Gruppe verband, die Frei-geisterei mit allen Reizen eines gefährlichenKetzertums sie war damals noch gefährlich und der Lust des Starken, nichts über sichzu erkennen, alles aus sich herauszuspinnen,als Mensch und Künstler nur auf sich ge-stellt zu sein. Diese Gesinnung hatte J. P.Jacobsen mit dem jungen Brandes gemein-sam. Sonst jedoch er hat nie Problemezur Debatte gebracht". Seine Problemesind nur psychologische Probleme und seineZwecke nur dichterische Zwecke wasBrandes an der deutschen Romantik lebhafttadelt. J. P. Jacobsen ist sogar von Hausaus selbst Romantiker, freilich mehr vomStamme Edgar Allan Poe's. Wie dieser ister ein phantastischer Träumer, der in denmächtigen Tiefen der Seele gern die selt-samen Blumen der Tollheit pflückt und sie

Herzfeld, Die skandinavische Litteratur etc. 2