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doch Brandes selbst als den führenden GeistSkandinaviens hat der Strom hinwegge-schwemmt.
Immerhin bleibt Georg Brandes eine derglänzendsten Erscheinungen der modernenZeit. Man muss ihn nur als das, was erist, auffassen; ihn nur nicht zu ernst undzu schwer nehmen. Seine Fehler waren einGlück; sie verdoppelten sein Talent. Erwar der ewig sprudelnde treu- und rastloseQuell, der erfrischt und befruchtet: wozufragen, woher ihm die Wasser fliessen ? . . .
Die ganze Litteratur der Siebziger- undAchtzigerjahre lässt sich um Georg Brandesgruppieren. Sie ist von ihm beeinflusst odermindestens durch ihn gefördert; ihr Ge-dankeninhalt läuft mit seinen jeweiligen par-allel und sogar abweichende Tendenzen hattenihren ersten Ideenkeim in ihm. Weil seinOppositions- und nomadischer Freiheits-drang bis an die Grenzen des theoretischenAnarchismus schweifte, konnte er bei ge-wöhnlichen Zeitläuften und im Interesse desEinzelnen als Politiker demokratisch, re-publikanisch fühlen, und als ästhetischerMensch wieder ganz cäsarisch und aristo-kratisch. Er vermochte bei seiner schillern-den Natur mit Sophus Schlandorph zusympathisieren, der das dänische Klein-bürgertum und Kleinbauerntum und die