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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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und Zusammenhänge dieser Ideen und Ge-fühle, die in der Kunst einen unzerstörbarenLeib gewonnen; sondern sie zogen auch einFacit der skandinavischen Litteratur, zeigten,wie welk und kraftlos sie geworden war undwie anders alles doch werden müsse. Undplötzlich wie . ein Frühlingswunder!begann es rings um Brandes zu spriessenund zu blühen. War er denn imstande,Genie zu geben? Gewiss nicht, doch denMut zum Genie. Er war die Flamme, ander sich die Talente entzündeten. Er machteder Jugend die Köpfe heiss. Er bot ihr dieHand und zeigte ihr den Weg aus demstagnierenden Sumpf; er bahnte mit seinemscharfen Schwert ihr freie Bahn durch dasGestrüpp. Denn er zerschlug die Konven-tion der Sitte und Moral. Er erschüttertedie Götterbilder jedes Bonzentums. Er brachdie chinesische Mauer der zünftigen Ästhetik.Er lehrte, dass man in der Kunst es nichtmachen dürfe wie die anderen, sonderngerade so, wie vorher kein anderer. Erlehrte, dass man individuell sein müsse, alsoneu, da kein Individuum dem anderengleicht. Individuell, jedoch auch uni-versell. Der Künstler müsse von derZeit voll sein, von ihrem Wissen undLeben, von den allgemein menschlichen undsozialen Problemen und sie durch seine Werke