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Kaiser, letzteres wäre allerdings das Beste, wenn S. und Br. mehr 6. Sept.Wert auf die Jagd legten als auf andere Geschäfte. Der Kaiserhat noch einmal an S. und Br. geschrieben, doch meinte ein sehrvornehmer Herr, „che non vorranno perdere, massimamente ilmarchese di Brandemburgh, questa brama di cervi."...... Car-dinal Delfino, B. von Brescia, Nuntius S. Heil, für den NürnbergerTag, ist in Augsburg angelangt. Der Kaiser Hess demselben durchden Vicekanzler sagen, „che la sua venuta haveria fatto nasceremaggior sospetto in quei di Fiandra et impedita qualche buonatrattatione; che se S. S lä havesse communicata questa sua opinioneaS. M lä , li haveria laM lä S. fatto conoscere che ciö non haverebbepotuto apportare se non grandissimo danno al desiderio loro comunecome havea fatto in Colonia mons r di Kossano." Der Cardinal wirdam Hof und besonders vom Kaiser immer sehr gern gesehen sein,da er von seiner früheren Nuntiatur her beliebt ist, aber falls derTag wirklich stattfindet, seine Reise umsonst gemacht haben („res-tar . . . condennato nella fatica del viaggio et nella spesa")- d )
Ven. Cop-
1) Vgl. Maffei II, 128/9. Auch Parma wollte einen GesandtenSpaniens (Salentin von Isenburg) nach Nürnberg abfertigen (Marg. vonAremberg an Baiern, 28. Okt. Ma. 307/11 f. 143).
255. Kurfürst August an König Heinrich III. 15. Sept.
Lieben-werdaAuf dessen Sehr, vom 30. Juli und Schombergs fernere Werbung. 1 )
Kann aus wichtigen Ursachen sich nicht anders erklären, als Seh.berichten wird; hat kein Gefallen an aufrührerischen Untertanenund jede derartige Bestallung untersagt. Erbietet sich zu allerFreundschaft nach Ehre und Gewissen.
Dr. 8088. tionc.
1) "Vgl. no. 249 . Die kf. Räte halten mit Seh eine Unterredungentsprechend ihrem (durchaus ablehnenden) Gutachten vom 7. Sept. überdie von ihm eingereichte Schrift; nach ihrem Bericht an den Kf., Dres-den 15. Sept., stellten sie auf Seh. Drängen ein freundliches Sehr, desKf. an den K. in Aussicht, um den Verdacht des letzteren zu beruhigen,„weil wir dann in der ganzen hatdlung dohin gesellen, wie E. Ch. Gn.beide bei Spanien und Frankreich freundliehen willen erhalten und keinendem andern merklich vorziehen mochte" (Dr. a. a. O.). August hatte aber schonam 1. Febr. 1580 dem span. Gesandton am Kaiserhof Borja zu den Er-folgen Beines Königs in Portugal gratulirt (Peiferi epp. p. 246 ff.)und auch das Gutachten der Räte erklärt, im Notfall sei die Wahl zwi-schen Spanien und Frankreich sehr leicht; ersterer sei R.-Fürst deutschenGeblüts und die Erfahrung gebe, „was Ilispanien geredet und zugesagt,das solchs me, dann etwa ein zeit hero in Frankreich geschehen, ge-halten ist worden;" Frankreichs Spannung mit dem Papst komme nurvon der Rivalität mit Spanien und „kan sich der wind zu Rom baldwenden."
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