Druckschrift 
1 (1882) 1576 - 1582
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

330 1578 148.

4. Dez. mit dem hund Cuntzen ahn zu spielen, und dasselb mit solchermanier, das man wol sähe, das er nicht wüste, was er tun solte.

Wie nun der her P. naher herzog Casimiro zu dem nachtessengienge, kamen etliche gutherzige leute, die mir anzeigten, dem-nach Ambise die Schlüssel zur pforten hette, wurde S. Gn. nichtwol sicher in der stat sein. Derwegen ich dan S. Gn. solchs ver-melt und mit guten leuten die versehung getan, da man die Schlüsselnicht bekommen konte, das man auf des Ambise haus, wer daaus und eingieng oder er die tor öfnen wolte, achtung geben solte;wie auch geschehen.

Als nun I. Gn. in herzog Casimiri losament kommen, habensie mir alsbalt ein schreiben uberantwort, mit Vermeidung, das einguter gesell I. Gn. solchs zugestelt und S. Gn. begeren were, dasich dasselbig lesen wolte.

Über disch seint die hern frölich gewesen und hat herzogCasimirus balt, nachdem er ein zeit lang gesessen, ein gross glassgenomen, dasselbig dem hern prinzen bracht und begert, das derher prinz I. Gn. für einen söhn annehmen wolle. Darauf dan eingrosser trunk und gute reusche erfolgt.

Als nun der her prinz dieses etwas difficultirt und allerleicortusi gebraucht, ist under anderm mit undergelaufen, das I. Gn.sich nicht allein gegen den herzogen erbotten, das sie demselbentreue dienst zu erzeigen begert, sondern auch darneben vermelt,das die Sachen sowol mit sein H. Casimiri Gn. als auch ingemeindieser ort nicht zum besten abgelaufen, sondern darinnen dermassengehandlet worden were, das es wol besser gedocht hette und an-ders zu wünschen were, und daselbst S. Gn. etliche actus und un-billiche handlungen, die sich in und ausser der statt zugetragen,angezeigt. Darauf dan H. Casimirus sich anfenklich entschuldigetdarneben auch zum höchsten beteuret, protestirt und geschworendas I. Gn. hiervon noch nie nichts gehört, und darneben auch sichvielfeltig beschwert, das I. Gn. allerlei mit ungrund nachgesagt undzugemessen sei worden.

"Wiewol nun beide hern etlich mahl einander gebetten, das man dieSachen den abent bis auf den morgen solt bleiben lassen, so haben siedoch beide von solchem gesprech nicht wol ablassen können undentlich aber der her prinz damit geschlossen, das S. Gn. den mor-gen nit allein weitern bericht tun, sondern auch vor S. Gn. raisonund justicie über diejenige, so dieselbe belogen, für ein Epicuraeumund atheisten angeben und ausgeben hetten [1],

Ambises, welcher neben dem pfalzgraven von Zweibrncken sassnnd vleissig zuhörte, sähe ganz sauer zur Sachen und wäre, wie