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10. Nov. herzog und Staten uns hievor auch ersucht, wir wolten uns beidenen von Gent (welche die mess durchaus abgeschafft) für einmittelman gebrauchen lassen und gemelte von Gent dahien adhort-iren helfen, das sie alles, was sie für sich Selbsten abgeschafftwider in integrum restituirten. Fürs andere, nachdem die vonGent hievor etliche herren und furnembste von den Staten gefenglicheinzogen und noch alhie enthalten tetten, wir wolten befurdernhelfen, das sie solche gefangene herren sequestrationsweis ledig gebenund der konigin in Engelland jetzt gehorter gestalt gefolgt wurden. 2 )Darauf wir ime gesandten diese antwort geben: Was erstlich dieabgeschaffte mess anlangt, were solches alles für unser hieherkunftbeschehen, und wann wir die warheit, wie wirs in unserm gewissenbefinden, sagen solten, konten wir änderst nit sagen, dann das siean dem allem recht und gott ein wollgefellig werk getan hetten.Derhalben konten wir uns mit gutem gewissen in dem nicht ge-hrauchen lassen, noch viel weniger dasjenige raten helfen, so wirwider unser gewissen befunden. Uf den andern puncten, die ge-fangne herrn belangend, gaben wir ime diese antwort, das sie auchfür unser aukunft in diese land gefenglich eingezogen gewesen;wüsten nicht, warumb es zu tun. "Wir hetten uns unser reuterund kriegsvolk zalung halb hiehcr begeben, der mainung, das wirdes prinzen oder der Staten commissarien, damit sie allerdings mituns abhandlen, alhie erwarten wolten. So weren wir kein gliedoder stand dieser Niederlanden, Hessen sie verantworten, was siehandleten und tetten, geburten diese ding nit uns, sonder dem prin-zen als generalleutnant richtig zu machen, und ine mit diesem sei-nem suchen auch füglich abgewiesen." 2 )..........
Marb. Or.
1) "Vgl. ihre Instruktion vom 6. Nov. Gachard, Actes II, 76. DieSehr, der Staaten an J. C. vom 4. und 5. Nov. (ebd. 73/4) ersuchen denPf. ausdrücklich, dem englischen Gesandten und ihren Abgeordneten zur Bei-legung der gentisch-wallonischen Unruhen behülflich zu sein. Auch hattenschon früher Marnix u. a. Abgeordnete der Staaten mit J. G. in Gentverhandelt; vgl. den „Summarischen Bericht" von Seiten des Pf. (Marb.Cop.), den Bericht der staatischen Gesandten, Gent 15. Okt. (Gachard,actes II, 56); Willems, Belg. Museum V, 268 ff. Aber er wollte sichseiner Bezahlung wegen auf keinen Aufschub mehr einlassen und fordertekategorisch die Abordnung von bevollmächtigten Commissären (J. C. anOranien, Gent 31. Oktober; an die Staaten, gl. Datums, Gachard, Corr.de Guill. IV 99 ff.).
2) Weitere Sehr, der Königin und Leicester's an J. C. in dieserSache (30. Dez) bei Kervyn etDiegerick, Documents hist. ineditaI, 77 ff; die Königin an Hembyze (30. Dez.), Messager des scienceahist. 1829/30 p. 434.
c.ll.Nov. 143. Werbung des englischen Gesandten DavisonGent bei Johann Casimir.
Die Königin ist sehr befremdet über J. C. Abzug aus dem Lagernach Gent, der seinem Eide zuwider ist, ihm die Verantwortungfür den wahrscheinlich ausbrechenden Bürgerkrieg zuschiebt und