Druckschrift 
Daniel, eine Deutschordensdichtung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

- 60

7315, Im Reim auf ä nur seil: med 2773. Die o-Formerscheint nur in sol: mol (= mal) 5679, : vol 3716, : wol4910. Diese Bindungen haben als litterarische Reime zugelten. Plur. tvir sollen: sie wollen 4477, ir sidt: gedult3456. Praet. solde : ivolde 3919. 4662 , solden : ivolden1224.

w i l. Praes. ich teil: vil 2520, : spil 917. 6077, : sil 14 x;du will:schilt 681. Der Plur. hat die md. o-Form: siewollen : sollen 4478. Praet. ivolde : solde s. o., wolden :holden 265. Die e-Form begegnet nur im Conj. praes.ivelle -.geselle 3015. 3903, einmal im Praet. weide: helde 713.

iveis. Im Praet. erscheint nebeneinander wisten:dielisten 5380, westen : resten 4029.

gän, st an. Von beiden Verben erscheinen Indicat.und Infin. in den weitaus meisten Fällen im beweisendenReim auf a (gän, stein: an, ban, man, hän, lein, plan, entpfän,getan, wän; gut, sidt: bat, blat, pfat, sat, stat, hat, rät, tat,unvlät). Doch wäre es falsch, hieraus zu schließen, daßdie a-Formen der Mundart des Dichters angehören. Dennfür die e-Formen fehlte es fast ganz an Reimmöglich-keiten. Wichtiger als die Menge der a-Reime ist es des-halb, daß die einzigen Worte, die einen e-Reim ge-statteten, auch wirklich dazu verwendet sind: gen : len7955 , versten : vlen 7349, bestet : slet 824. Ich vermutedeshalb, daß der Dichter e gesprochen hat, und die Hss.scheinen das zu bestätigen; beide schreiben im Versinnernfast ausschließlich e und so auch meist im neutralenReim (gen : sten 23 x, gän: st an 3x; get: stet 5x, gät:stät 4 x). Der Conj. zeigt e in eje: vle 5103, verste: ine3434.

Das Praet. von gän steht nur im nichtbeweisendenReim: gienc : vienc 8x; gierigen : viengen 2945. 4177, be-gierigen : Mengen 5143. Jeroschins ginc kennt der Dichterso wenig wie Tilo, Hesler, Makk. Die Form gie, die inden Makk., bei Jeroschin und Tilo erscheint, reimt er sowenig wie Hesler. Das Part, praet. zeigt Doppel-formen: gegangen : bangen 2831, : hangen 5259, : enpfangen