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Daniel, eine Deutschordensdichtung
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chäischen Rhythmus durch den jambischen zu ersetzen,um einwandfreie mhd. Verse zu erhalten, wenigstens inden ersten sechs Versen. Bei den letzten vier ist auchdamit wieder eine Tonverletzung an der Stelle der erstenHebung verbunden {Mysahel, setzet etc.)- Die Gruppe 3endlich verlangt durchweg die Betonung x x-

Ich habe diese Versgruppe vollständig angeführt,weil sie zur Illustration der rhythmischen Verhältnissedes Danielverses gut geeignet ist. Der Dichter kenntkeinerlei Normen der Betonung. Die Alternation istfreilich sein Ziel, und daß er zu ihren Grünsten Tonver-schiebungen vorgenommen hat, setzt die erste Gruppeder angeführten Verse außer Zweifel. Aber ebenso deut-lich wird durch die beiden andern, daß er auch der na-türlichen Betonung zu liebe auf die Alternation ver-zichten konnte. Und das gilt nicht nnr für Wörter derForm x*, in denen bekanntlich auch E'onrad noch be-schwerte Hebung duldete. Vielmehr lassen sich zahl-reiche Verse daneben stellen, in denen ebenso sicher dieAlternation aufgegeben wurde, weil sie mit Wechselbe-tonung einfach nicht zu lesen sind, etwa geviele gantzerjar dri 425, genedeclichen zu dir 2545, gemast irwitet ezlet 2748, gesprochen ivorden nf daz 6247, gewaldeclichen inlist 6323 und viele andere. Wie weit indessen der Dichtersich ein Lesen mit schwebender Betonung dachte undwo er statt dessen den natürlichen Wortton respektierenwollte, läßt sich nicht bestimmen, da die Scheidelinieeben auch für ihn nicht fest war.

Kapitel III.

Sprache des Dichters.

Über die Sprache des Deutschordenslandes orien-tieren eine Anzahl von Einzeluntersuchungen, die freilichden Mangel einer Gesamtdarstellung nicht ersetzen