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liegende Besserungen in einigen Versen. Man kann lesen erkennen1787 (vgl. 3635. 7706), in dirre stunde 3511, alle die 5297, wo-durch Verkürzung von genzlichen zu genzlich nötig wird (vgl. 1419.5283).
Nur in den Versen 2906, wo der Text verderbt scheint, 1864,3165, 4071, 4818, 5423, 6116 und 7983 ist es schwieriger, Sieben-silbigkeit zu erzielen.
Jedenfalls beweist die Zusammenstellung, daß diekurzen Verse zum größten Teil auf Nachlässigkeiten desSchreibers beruhen und zu emendieren sind. Mag auchder eine oder andere schon im Original zu kurz gewesensein, so handelt es sich gewiß eher um eine Lässigkeitals um ein prinzipielles Abweichen von der Regel.
Anders liegt es bei den achtsilb igen Versen. Hierist es nach dem Vorbild der Makkabäer wohl zu be-greifen, wenn der Dichter sich mit Bedacht ein Abweichenvon seiner Regel der Siebensilbigkeit gestattet hätte.Zunächst fällt auf, daß in mehreren Fällen die beidenVerse eines Reimpaares oder sonst benachbarte VerseAchtsilbigkeit zeigen, nämlich 777f., 2229f., 5207—09,5709f., 6277f.; 2286f., 6880f.; von den zu kurzen da-gegen stehen nie zwei nebeneinander. Das kann unmög-lich Zufall sein und erinnert, wenigstens so weit es sichum Reimpaare handelt, an Heslers und Jeroschins Regelüber die gleiche Silbenzahl der Verse eines Reimpaares l ).Dazu kommt, daß es gerade in den achtsilbigen Reim-paaren meist ein radikales Eingreifen braucht, um beideVerse siebensilbig zu machen. Der Danieldichter ge-stattet sich also unter dem Zwang seiner unvollkom-menen Sprachbeherrschung ganz bewußt achtsilbige Verse,und zwar nicht nur im Reimpaar, sondern auch einzeln.
Aber auch hier ist natürlich mit Schreibverderb-
1) Auch der Teuerdank läßt sich vergleichen, der bekanntlichnicht durchgängig den Achtsilbler als Normalvers hat, sondern in denKapp. 8. 9. 22. 23. 24 den Siebensilbler gebraucht. Freilich ist hierdie Siebensilbigkeit nicht entfernt mit der Konsequenz des Danielfestgehalten; die eingestreuten Achtsilbler aber treten namentlich inKap. 8 gern in Reimpaaren auf.
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