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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
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101durch das Malen vieler Bildnisse vornehmer Persönlichkeiten amHofe seinen großen Ruf als Portraitmaler begründet, der sich in derDarstellung der Bildnisse vieler gekrönter Häupter und ausgezeich-neter Personen an verschiedenen Höfen bewährte.) Er war esauch, der den ersten Anstoß dazu gab, daß Johann Wilhelm vieleGemälde ausgezeichneter Meister ankaufte und die bereits vorhandeneSammlung dadurch vermehrte, woraus zuletzt die berühmte Düssel-dorfer Galerie entstand.Bei der vollständigen Ebbe in der Kasse war es schwierig,den Geldbedarf für diese kostspielige Reise aufzubringen, und esmußten neue Hülfsquellen gesucht werden, um die leeren Kassen zufüllen. Von den Ständen durfte er keine neuen Bewilligungen er-warten, da sie schon mehr gethan hatten, als das Land bestreitenkonnte. Er nahm deshalb diesmal seine Zuflucht zu den Städten,welche auch bereitwillig ihre Geldbeutel öffneten?), und mit geborgtenSummen reichlich versehen, trat er die Reise an; er verblieb denganzen Winter hindurch in Wien und entfaltete am Kaiserhofe einePracht, welche seine finanziellen Kräfte weit überstieg. Erst im Früh-jahr 1686 kehrte er nach Düsseldorf zurück, um dem zum März ein-berufenen Landtage neue Geldforderungen vorzulegen, während seineGemalin mit ihrem Hofstaate in Wien noch zurückblieb.Ein harter Streit entspann sich schon gleich bei der Eröffnungdes Landtages. Auf dem Reichstage zu Regensburg waren nemlich50 Römermonate ausgeschrieben worden, um die Mittel zur kräftigerenFortsetzung des Krieges gegen Türken und Ungarn zu beschaffen.Den Herzogthümern Jülich und Berg fielen, nach der Matrikel, vondiesem Reichsbeitrage 46,163 oberl. Gulden zur Last, welche von denStänden bewilligt und umgelegt werden sollten. Nun hatte aber dererste Landtag des Jahres 1685, wie wir gesehen haben, zu diesemZwecke bereits 20,000 Thlr. ausgeschrieben, und zwar unter Reser-vation der Reichsbeschlüsse; Stände verweigerten deshalb die jetzigeneue Umlage. Mit den verbindlichsten Worten sucht nun JohannDie Bildnisse dreier Kaiser, dreier Kaiserinnen, von fünf Königen, siebenKöniginnen entstanden von der künstlerischen Hand Franz Douvens, nebenden Portraits einer großen Zahl von Fürsten, Prinzen, Prinzessinnen undhervorragender Zeitgenossen. Strauven, Künstl. Leben und Wirken inDüsseld. 13.Düsseldorf gab 3076 Thlr. her, welche erst 1778 also 93 Jahre spätervom Lande getilgt wurden; Ratingen 300 Thlr. die Kellnerei Geilenkirchen1600 Thlr. und noch 911 Thlr. und so mehr oder weniger viele andereStädte