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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
Seite
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164Anlage IIa.Formular zur Huldigung. (Formula Homagii.)Ihr Landstände von Rhäten, Ritterschafft und Stätten beider Herzog-thumben Gülich und Berg werdet schwehren zu Gott und auf das heiligEvangelium einen leiblichen aydt, daß, nachdem der Durchl. Fürst und HerrHerr Philipp Wilhelm, Pfalzgraf bey Rhein, in Bayern, zu Gülich, Cleve undBerg Herzog, Graf zu Veldentz, Sponheim, der Mark, Ravensberg und Moers,Herr zu Ravenstein 2c. Euer gnädigster Landtsfürst und Herr, Dero freund-lich gelibetesten Eltisten Sohn und Erbprinzen, den auch DurchlauchtigstenFürsten und Heren, Herrn Johann Wilhelm, Pfalzgrafen bei Rhein, in Bayern,zu Gülich, Cleve und Berg Herzogen, Grafen zu Veldentz, Sponheim, derMark, Ravensberg und Moers, Herrn zu Ravenstein 2c. in die Regierung derHerzogthumben, Gülich und Berg, nach außweiß der von Hochstgeder Sr. Durch-laucht an Dero getrewe liebe Landstände von Rhäten, Ritterschafft und Stätten,und sambtliche Underthanen, auch Einwohner und Schirmßverwandter berürterbeider Herzogthumben Gülich und Berg unter dato den 1. August jüngst gnä-digst abgelaßenen Patents eingesetzt, Ihr Höchsternanntem Herrn HertzogenJohann Wilhelms, als Hochstgeder Sr. Hochfürstl. Dchlcht. Erbprintzens,und Eweres ohne deß angeborenen Erbherrn Hochfürstl. Dchlcht. allen gehorsambund underthenigste schuldigkeit leisten, und von nun ahn so woll alß auch außHöchstged. Sr. Hochfürstl. Ochlcht. Herrn vatters zeitlichen hintritt (welchender allmächtige Gott lang verhüten wolle), ohne daß auf diesen letzteren Fallvon newem zu schwehren, in Krafft dieses jetz obliggenden körperlichen aydts,trew, holdt, gehorsamb und gewärtig sein, mehrhöchstgedcht. Hertzogen JohannWilhelms Hochfürstl. Dchlcht. bestes thun und befürderen, angst, schaden undnachtheil warnen, und Euch ahn Sr. Hochfürstl. Dchlcht. als Eweren angebore-nen natürlichen Landtsfürsten und Herrn halten, auch alles thuen wollet undsollet, waß trewen, frommen, gehorsamen Landtsaßen und Underthanen gebührtund woll anstehet, so wahr Euch Gott helffe und sein Heilig Evangelium.Worauff obgedachte Landstände von Rhäten, Ritterschafft und StättenDeputirte, ein Jeder zwey finger aufzustrecken und nachzusagenWaß unsjetzo vorgelesen ist und wir recht und woll verstanden haben, dem wollen wiralso trew, vest und unverbrüchlich nachkommen, so wahr uns Gott helffe undsein heilig Evangelium.Beilage 19 zu den Landtagsprotocollen 1679 im Archiv. Den Ständenam 14. October 1679 vorgelegt.