61einigen wolle, deren man sich wider alle Feinde ohne Unterschied be-###2..dienen könne..Unsere Herzogthümer Jülich und Berg gehörten zum Nieder-rheinisch=Westphälischen Kreise, deren Kreisausschreibende Fürsten vonAlters her der Bischof von Münster, der Herzog von Cleve und derHerzog von Jülich waren. Unter dem 26. September 1681 war des-halb auch an den Biſchof von Münſter und Paderborn, Ferdinand II.(von Fürſtenberg), an den Kurfürſten Friedrich Wilhelm von Bran-denburg als zeitigen Herzog von Cleve, und an den PfalzgrafenJohann Wilhelm, als Herzog von Jülich, das Kaiserliche Mandat er-gangen, die Stände des Kreises zu einem Kreistage zu berufen. Aberder reichsverfassungsmäßige Geschäftsgang war ein so weitläufiger,daß erst im Jaunar 1682 die Sache so weit gediehen war, um diegenannten drei Fürſten zur Einigung über einen Praeliminar⸗Conventzu Dorsten zu bringen. Am 15. Januar 1682 traten nun vonMünſterſcher Seſte die Herrn Mathias Korff genannt Schmieſing,Werner zur Mühlen und der Dr. jur. Christian Haase, von Bran-denburgischer Seite der Geheimerath von der Heyden, der Vizekanzlerde Bayer und der Geheimerath Motzfeld, mit den von Johann WilhelmBevollmächtigten, dem Hofraths⸗Präſidenten Frhrn. von Hochkirchenund dem Licentiaten Melchior Voets, in dem Recollecten=Kloster zuDorsten zusammen, um sowohl wegen des Kreisausschreibens und derProposition, als auch über Ort und Zeit der Berufung des Kreis-5.das ist die ganze Worte aufge-tages zu verhandeln.1Schon die Bestimmung des Ortes rief eine lange Debattehervor. Münster wollte die Stadt Köln als Versammlungsort haben,brachte aber eventuell auch die Stadt Münster selbst in Vorschlag.Brandenburg protestirte entschieden gegen Köln und schlug Wesel oderCleve vor. Johann Wilhelm hatte seine Bevollmächtigten dahininstruirt Duisburg vorzuschlagen, aber ohne fest darauf zu bestehen,eventuell auch für Köln zu stimmen; wenn aber Münster oder Clevevorgeschlagen würden, dann auch seine Landeshauptstadt und ResidenzDüsseldorf zu benennen. Köln fiel wegen des Brandenburgischen Pro-testes sofort aus, obgleich Bürgermeister und Rath dringend darumgebeten hatten, den Kreistag in ihrer Mitte tagen zu lassen; überWesel, Münster, Cleve und Düsseldorf einigten die Herren sich nicht,und man entschied sich endlich für Duisburg.Nun kam die Zeitfrage an die Reihe und gab zu neuer De-batte Veranlaſſung. Johann Wilhelm ließ durch ſeine Bevollmächtigteauf Beschleunigung des Einberufungstermins antragen, „da sonst zubefürchten sei, daß von den Kreisständen der Eine oder Andere leicht
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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
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61
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