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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
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51Heldewir 2700 Thlr. gezahlt, welche ihm jetzt mit 6% Zinsen zurück-gezahlt wurdenInzwischen wurde der Jülich'sche Finanzseckel auch noch vonanderer Seite in Anspruch genommen. Es bereiteten nämlich die bisdahin noch in Wesel stehenden. Franzosen ihren Abmarsch vor, derdurch das Jülicher Land ausgeführt werden sollte. Neue Besorgnißbeschlich die schon so hart bedrängten Bewohner, weil sie befürchteten,daß dieser Durchmarsch nicht ohne Excesse verlaufen würde. Dercommandirende General Marquis de Sourdis, verlangte Deputirte alsMarsch=Commissarien. Der Adjutant, der dieses Begehren überbrachte,ließ gleichzeitig einfließen, daß der General erwarte, man werde ihmvor seinem Abzugemit einer Verehrung an Hand gehen, weilen erim Jülichschen Lande noch im wenigsten nit recognoscirt worden.Johann Wilhelm war der Ansicht, man solle dem Generalmit einerrecognition von 2000 Thlrn. beschenken, um bei gedachtem Abmarschgute ordre zu observiren und selbigen möglichst zu beschleunigen.Dies war jedoch den Deputirten zuviel; sie boten 1000 Thlr.zurVerschönung des Herzogthums Jülich bei dem marche, und wahr-scheinlich hat der General dieselben auch erhalten, da in den Actennicht weiter davon die Rede ist.Im Sommer 1680 war der Hof in Hambach, wo JohannWilhelm Ort und Zeit für angemessen hielt, auch einmal bei denJülich'schen Unterherrn anzuklopfen, welche im vorigen Jahre nichtversammelt gewesen waren, um auch von ihnen Geld zu erlangen.Er ließ sie deshalb zum 1. August nach Hambach einberufen und er-öffnete ihnen,daß auch sie während der Kriegsjahre den Schutz derRegierung genossen hätten, daß sie,von selbsten leicht ermessenkönnten, daß solches ohne spesen nicht hergangen, der Landen Re-gierung auch die dazu benöthigten Geldmittel als nervus rerumagendarum erfordere, der Kammer=Etat und die Gefälle aber durchdie nun etliche Jahren hero obgeschwebte verderbliche Kriegszeiten,auch andere dem Land mit zum Besten beschehene große Ausgabendermaßen erschöpft, daß er daraus dasjenige, so zu seiner fürstlichensubsistenz, Hofhaltung und Führung der Regierung höchst nöthig,gar nicht erzwingen können, wie genau das auch in Acht genommenwerden möchte, er stelle deshalb ausser allen Zweifel, Unterherrn werdenni exiger de ses subjets du dit pays de Juliers aucuns deniers nicharges, que préablement la présente soit satisfaite avec tout dom-mage et interest und den 10. September 1680 wurde dieser Vergleichaufs Neue festgestellt.