Musikus Rasterini, an den Musikus Reiner und an den Hof=BassistenGuths werden noch extra 209 Thlr. 24 Alb. gezahlt „für Fleuten,für Saiten, für zwei Paukenfelle und für andere musikalische Instru-mente“, welche letztere noch dazu durch Staffette geholt wurden. Auch2 Thlr. „für ein Courierschild in Krystall“ figuriren in der RechnungHeinspergs. Die Bergischen Landstände hatten, wie oben erwähnt,dem Fürsten 5000 Thlr. „zur Vermehrung der Silberkammer“ ver-ehrt; Esken hat dieselben im Mai 1680 gezahlt und zwar mit 2000Thlrn. an den Ober=Kriegs=Commissar und Kammermeister von Giesemit 2000 Thlrn. an den Kammerrath Aachen und mit 1000 Thlrn.an den Landrentmeister Marx. Ob dafür Silbergeschirr beschafftworden, geht aus der Rechnung nicht hervor. Dagegen finden sich inder Bergischen und in der Jülich'schen Rechnung mehrere Posten vonzusammen 1271 Thlrn., welche an die Wittwe Schwelings gezahltwurden, „für auf Credit entnommenes Silbergeschirr“. Endlich erhältder Vogt Bruck zu Gladbach 276 Thlr. ausgezahlt, welche er „wegeneiniger Stücklein feinsten Linnens vorgeschossen“.Zu den Ausgaben für politische Zwecke dürfen wir unbedingt die1220 Thlr. rechnen, welche dem Kaiserl. Reichshofrath Strathmanngezahlt wurden, der außerdem schon eine Pfandschaft über 4000 Thlrn.bei den Nimwegener Friedens=Praeliminarien erhalten hatte. GleicheBedeutung haben gewiß die 2232 Thlr. 64 Alb., welche dem Residenten Stamfort in London durch den Kaufmann vom Hövel in Kölnüberwiesen und aus den Pfennigsmeisterei=Geldern diesem „gutgemacht“wurden. Vielleicht darf man auch die 2042 Thlr., welche vom Höveldem Fürstl. Kammer=Secretair le Roi überwies und welche Esken zu-rückzahlte, auf dieses Conto setzen.Unter vielen verschiedenen anderen Ausgaben sind noch zu be-achten: 1000 Thlr. an Johann Wilhelms Stiefgroßmutter, WittweWolfgang Wilhelms aus deſſen dritter Ehe, Maria Franziska, gebo-rene Prinzessin von Fürstenberg, jetzt an den Morkgrafen von Baden,verheirathet; 800 Thlr., welche Heinsperg an die Fürstin Mutter nachNeuburg schickte; 1827 Thlr. für die Hofhaltung des Prinzen LudwigAnton, jüngeren Bruders Johann Wilhelms, jetzt 20 Jahre alt ge-worden und schon seit 1679 Coadjutator des Deutschmeisters; fernerdie von den Ständen bewilligten 5000 Thlr. für Johann WilhelmsGemalin, die Erzherzogin Maria Anna. Prinz Wolfgang Georg be-zog 1680/81 in verschiedenen Raten 7000 Thlr. An den Küchen=In-spector werden 107 Thlr. vergütigt für Wein, welchen derselbe nachMülheim und zu des Prinzen Wolfgang Georg „Tractament“ nachKöln geschickt hatte. Heinsperg notirt ferner 84 Thlr. 44 Alb. für
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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
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48
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