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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
Seite
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zu bringen, aus welchem sich manche Unregelmäßigkeiten ergaben, daGiese als Kammermeister auch viele andere Zahlungen zu leisten hatte.Als Ober=Kriegs=Commissar trat der Kammerrath von Schönebeckein, welcher aber auch schon zu Lebzeiten seines Vorgängers Geld vonEsken erhalten hatte. Bis zum 30. December 1681 hat Schönebeckin Summa 66,326 Thlr. bezogen 41000 von Esken, 25,326 vonHeinsperg somit finden wir also unter Zurechnung der von Gieseerhaltenen Beträge für die Jahre 1680/81 eine Gesammtausgabe von115,714 Thlrn. für die Truppen, und zwar nur allein für Löhnung,denn für Montirung, Ausrüstung, Munition,Commis, und andereBedürfnisse sind die Ausgaben besonders notirt und nehmen große Beträgein Anspruch. Allein für Medizin an die Düsseldorfer Garnison vonAugust 1679 bis Ende 1681 liquidirte und erhielt der ApothekerBonnarts 1183 Thlr. 27 Alb. Für Verpflegung der Reuter zahlteEsken an die vier Hauptstädte nachträglich noch 2782 Thlr. 32 AlbDazu kommen noch die Gehälter der Stäbe, die Ausgaben für For-tification 2c. so daß der Militär=Etat Summen forderte, welche dasLand nur mit Mühe aufbringen konnte. Wenn die Stände daher sohartnäckig auf Reduction bestanden hatten, so waren sie unbedingt da-zu berechtigt gewesen, denn ohne diese Reduction wären die Ausgabenunerschwinglich geworden. Selbst für die in Neuburg stehenden Leib-garde=Reuter, welche Herzog Philipp Wilhelm dorthin mitgenommenhatte, zahlte der Jülich'sche Pfennigsmeister Heinsperg in zwei Posten5097 Thlr., eine Ausgabe, welche unzweifelhaft dem Herzogthum Neu-burg hätte zur Last fallen müssen.Der Ober=Hofmeister Graf von Oettingen ist mit 8844 Thlrn.38 Alb. aufgeführt, welche er durch Esken empfangen hat, darunter11 Thlr. 11 Alb. für den Makler Unkelbach,für Aufsuchung desGeldes. Es ist nicht angegeben, ob diese Summe für den Oberhof-meister persönlich, oder ob sie für Hofbedürfnisse bestimmt war. Mög-licherweise ist es auch die Rückzahlung eines von ihm gemachten Vor-schusses nebst Zinsen. Für den Hof sind noch andere Ausgaben no-tirt, wie z. B. an den Kaufmann von Herff in Köln 895 Thlr. 58Alb. für Livree=Borden, an den Kaufmann Correge im Haag 3460Thlr. 40 Alb.für gelieferte Waaren, ohne nähere Angabe. Fürdie Hofmusikanten sind 2967 Thlr. an jährlichem Gehalt ausgeworfen,außerdem für 4 Hof=Trompeter und einen Heerpauker à je 200 Thlr.und 12 Thlr. Heugeld für ein Pferd 1060 Thlr.?) An den Kammer-) Im Jahre 1682 wurden noch zwei Trompeter mit gleichem Gehalt ange-stellt, welche alsHof= und musikalische Trompeter aufgeführt sind, alsogelegentlich bei der Hofmusik mitzuwirken hatten.