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Johann Wilhelm Erbprinz und Pfalzgraf zu Neuburg : Regent der Herzogthümer Jülich und Berg ; 1679 - 1690
Entstehung
Seite
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36stehen könnten; er wiederhole seine Erklärung, und müsse sie erinnern,die Sache zum besseren Bedacht zu nehmen, und in dieser Angelegen-heit ihm, als ihrem Landesfürsten, mit solchem Effect unter die Armegreifen, damit er ihre Treue, Liebe und Devotion in der Thatverspüren könne 2c. Damit konnten sie abtreten, und die Bergischenwurden wieder vorgelassen um die Specification ihrer Bewilligungen,welche oben schon erwähnt wurde, vorzulegen. Im Ganzen schienJohann Wilhelm damit befriebigt; da aber auch hier 9600 Thlr. Be-hufs Landtagszehrung und für Landesbedienten und Creditoren ausge-worfen waren, so entgingen auch sie der tadelnden Bemerkung nichtdaß ihm dies zuviel erscheine,die könnten warten. Zum Schlusseder Audienz sprach dann der Fürst den beiderseitigen Ständen seinenDank aus, für die ertheilte Zustimmung zur Aufnahme von 20,000Thlrn. auf die Kammergüter.Der 21. und 22. October verliefen noch in Berathungen undConferenzen zwischen Jülich'schen und Bergischen Ständen, derenHauptthema, außer rein innerlichen Angelegenheiten, die Wiederauf-nahme des Gesuchs um Abstellung der gravamina und Reduction derMilitz war. Dann überreichten die Bergischen der Fürstin die ihr alsDonativum bewilligten 5000 Thlr. in einer Anweisung auf den Pfen-nigsmeister!) undrecommandirten sich sammt Unterthanen,woraufIhro Höchst. Dchl. sich gnädigst bedankt und erbotten, in aller Gele-genheit gnädigst zu erkennen. Auch dem Prinzen Wolfgang Georgwurde das für ihn ausgeworfene Geschenk von 2000 Thlrn. überreicht.Die Jülich'schen aber glaubten die erhaltenen schweren Vorwürfe nichtso ohne weiteres hinnehmen zu können, und hatten deshalb eine Audienzbeantragt, welche ihnen auch sofort bewilligt wurde. Hier referirtensie nun, daß sie keine Beiträge ins Land ausschreiben könnten, zumaldarin noch 150,000 Thlr. rückständig wären, welche nicht beigetriebenwerden könnten, Bergische hätten auch soviel eingewilligt, daß IhroHöchstfürstl. Dchl. deswegen hätten satisfait sein wollen; die Bewilli-gung für die Creditoren sei aus Noth geschehen, indem dieselben derLandstände Güter im Erzstift Köln anzugreifen gedroht, und auchsonst der Credit ganz verloren gehen würde 2c. Darauf erbaten sieeine Audienz bei der Fürstin, und sprachen derselben ihren Dank aus,für den Vorschuß des Capitals von 12,000 Thlrn.Den 23 Octoberthaten Stände Instanz wegen des Landtags-Abschiedes, welcher ihnen auch unter gleichem Datum überreicht wurde.12) Wurden erst am 21. August 1680 ausgezahlt. Berg. Pfennigsmeist.Rechnung