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wenn er diesen Gedanken deutlich ausspricht: „In allen Prä-dikaten, in denen wir das Fossil sehen, sieht es uns" 136 ), kanndoch jene Aufmerksamkeit auf den Sehenden sinngemäß nur alsSymptom für die Fähigkeit des Dinges, sich selbst zu sehen,verstanden werden. Außer der Sphäre des Denkens und Er-kennens umfaßt also jene Grundgesetzlichkeit des Reflexions-mediums auch die der "Wahrnehmung, und endlich sogar die derTätigkeit. „Ein Stoff muß sich selbst behandeln, um behandeltzu sein" 137 ), heißt das Gesetz, dem diese unterliegt. — Erkennenund Wahrnehmen insbesondere sollen gleichsam auf alle Dimen-sionen der Reflexion bezogen und in allen fundiert sein: „Siehtman etwa jeden Körper nur so weit, als er sich selbst siehtund man sich selbst sieht?" 133 ). Wie jede Erkenntnis nur vomSelbst ausgeht, so erstreckt sie sieh auch allein auf dieses:„Gedanken sind nur mit Gedanken gefüllt, nur Denkfunktionen,wie Gesichte Augen- und Lichtfunktionen. Das Auge siehtnichts wie Auge, das Denkorgan nichts wie Denkorgane oderdas dazugehörige Element" 139 ). „Wie das Auge nur Augensieht, — so der Verstand nur Verstand, die Seele Seelen, dieVernunft Vernunft, der Geist Geister etc.; die Einbildungs-kraft nur Einbildungskraft, die Sinne Sinne; Gott wird nur durcheinen Gott erkannt" 140 ). In diesem letzten Fragment erscheintder Gedanke, daß jedes Wesen allein sich selbst erkenne,modifiziert zu dem Satz, jedes Wesen erkenne nur das ihmselbst gleiche und werde allein durch Wesen erkannt, die ihmgleichen. Damit ist die Frage nach dem Verhältnis von Sub-jekt und Objekt in der Erkenntnis berülrrt, welche fürdie Selbsterkenntnis nach romantischer Auffassung keineRolle spielt.
Wie ist Erkenntnis außerhalb der Selbsterkenntnis, d. h.wie ist Objektserkenntnis möglich? Sie ist es nach den Prinzi-pien des romantischen Denkens in der Tat nicht. Wo keineSelbsterkenntnis ist, da ist gar kein Erkennen, wo Selbster-kenntnis ist, ist die Subjekt-Objekt-Korrelation aufgehoben, wennman will: ein Subjekt ohne Objekt-Korrelat gegeben. Trotzdembildet die Wirklichkeit nicht ein Aggregat in sich abgeschlossenerMonaden, die in keine reale Beziehung zu einander treten können.Ganz im Gegenteil sind alle Einheiten im Wirklichen außerdem Absoluten selbst nur relative. Sie sind so wenig in sich
m ) Schriften 285. 1M ) Schriften herausgegeben von Minor III. 166.m ) Schriften 285. i») Schriften 355. »«) Schriften 190.