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■nittelbarkeit uud die Unendlichkeit. Die erste gibt für FiohtesPhilosophie den Hinweis, in eben jener Unmittelbarkeit denUrsprung und die Erklärung der Welt zu suchen, die zweiteliber trübt jene Unmittelbarkeit und ist durch einen philo-sophischen Prozeß aus der Reflexion zu eliminieren. Das Inter-esse an der Unmittelbarkeit der obersten Erkenntnis teilte Eichtefnit den Erühromantikern. Ihr Kultus des Unendlichen, wiesie ihn auch in der Erkenntnistheorie ausprägen, trennte sievon ihm und gab ihrem Denken seine höchst eigentümlichelichtung.
IJ. Die Bedeutung der Reflexion bei den Erühromantikern.
Man tut gut, die von Fichte dargelegte Bewußtseinspara-Idoxie, welche auf der Reflexion beruht 28 ), der Darstellung der[romantischen Erkenntnistheorie zugrunde zu legen. Die Ro-(mantiker haben in der Tat an jener von Fichte verworfenenUnendlichkeit keinen Anstoß genommen, und es entsteht damitIdie Frage, in welchem Sinne sie die Unendlichkeit der Re-li'lexion denn aufgefaßt und sogar betont haben. Offenbaraußte, damit dies letzte geschehen konnte, die Reflexion mitlihrem Denken des Denkens des Denkens und so fort ihnen mehr■sein als ein endloser und leerer Verlauf, und so befremdendldies auf den ersten Blick erscheint, kommt doch für das(Verständnis ihrer Gedanken alles darauf an, ihnen hierin zu-machst zu folgen, ihre Behauptung hypothetisch zuzugestehen,Jum zu erfahren, in welcher Meinung sie sie aussprechen.[Diese Meinung wird sich ihres Orts als eine durchaus nicht■abstruse, viemehr — im Gebiete der Kunsttheorie — folgen-Ireiche und fruchtbare ausweisen. — Die Unendlichkeit der■Reflexion ist für Schlegel und Novalis in erster Linie nichtleine Unendlichkeit des Fortgangs, sondern eine Unendlichkeitldes Zusammenhanges. Dies ist neben und vor ihrer zeitlichen[Unabschließbarkeit des Fortgangs, die man anders als eineHeere verstehen müßte, entscheidend. Hölderlin, welcher ohnelUühlung mit den Frühromantikern in einigen ihrer Ideenzu-Isammenhänge, die hier noch begegnen werden, das letzte und■unvergleichlich tiefste Wort sprach, schreibt an einer Stelle,lan der er einen innigen, höchst triftigen Zusammenhang aus-Idrücken will: „unendlich (genau) zusammenhängen" 29 ). Das■Gleiche hatten Schlegel und Novalis im Sinn, indem sie die
8 ) S. o. p. 18. 29 ) Untreue der Weisheit 309.