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sie im Grunde bejahte, blieb ihm das Verhängnisvolle dieses.Versuches nicht verborgen. Von Jaoobi — daß Schlegel sichnicht selten gegen Jacobi wandte, um öffentlich eigene Fehlerzu geißeln, hat Enders gezeigt — heißt es in den Windisch-mannschen Fragmenten: „Jacobi ist zwischen die absolutePhilosophie geraten und zwischen die systematische, und daist sein Geist zuschanden gequetscht" 82 ), eine Bemerkung, dieetwas boshafter pointiert auch in den Athenäumsfragmen-ten 93 ) Platz gefunden hat. Auch Schlegel selbst vermochtenicht, den mystischen Impuls absoluter Erfassung des Systems,dein „alten Hang zum Mystizismus" 84 ) von sich fernzuhalten.Das Gegenteil macht er Kant zum Vorwurf: „Er polemisiert. . . gar nicht die transzendente Vernunft, sondern die absolute— oder auch wohl die systematische" 95 ). Unübertrefflichcharakterisiert er diese Idee absoluten Erfassens des Systemsmit der Präge: „Sind nicht alle Systeme Individuen?" 96 )Denn freiüch, wenn dies der Fall wäre, so könnte man darandenken, Systeme ebenso intuitiv in ihrer Ganzheit zu durch-dringen wie eine Individualität. Schlegel ist sich denn auchüber die extreme Fqlgerung der Mystik im klaren gewesen:„Der konsequente Mystiker muß die Mitteilbarkeit alles Wissensnicht bloß dahingestellt sein lassen, sondern geradezu leugnen;dies muß tiefer nachgewiesen werden, als die gewöhnlicheLogik reicht" 97 ). Mit diesem Satze aus dem Jahre 1796 kom-biniere man den gleichzeitigen: „Die'Mitteilbarkeit des wahrenSystems, kann nur beschränkt sein; das läßt sich a prioribeweisen" 98 ), um zu erkennen, wie bewußt Schlegel sich schonfrühe als Mystiker fühlte. In den Vorlesungen ist dann dieserGedanke zum unverhülltesten Ausdruck gekommen: „DasWissen geht bloß nach innen, ist an und für sich selbstunmitteilbar, wie dann auch nach dem gewöhnlichen Ausdruckder Nachdenkende sich in sich selbst verliert. . . Erstdurch die Darstellung kommt . . . die Gemeinsamkeit ... Esläßt sich freilich annehmen, daß es ein inneres Wissen gibtvor aller Darstellung oder jenseits derselben; aber dies ist . . .in dem Grade unverständlich, als es darstellungslos ist" 99 ).Novalis ist hierin mit Schlegel einig: die Philosophie „ist einemystische . . . durchdringende Idee, die uns unaufhaltsam nachallen Richtungen hineintreibt" 100 ). — In seiner Terminologie
9 ») Vorlesungen 419. 93 ) A 346. '■>*) Jugendschriften II, 3X7.9S ) Vorlesungen 416 f. 96 ) A 242. &) Vorlesungen 405.98) Vorlesungen 408. ") Vorlesungen 57. 10 °) Schriften 54.