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[■eeles Ich, kein Nicht-Ich, sondern ein Gegen-Ich, ein Du 56 a).dies ist nur ein Teil der unendlichen Ichheit" 57 ). Oder mit deut-licherer Beziehung auf die Reflexion: „Das Vermögen der inlieh zurückgehenden Tätigkeit, die Fähigkeit, das Ich des Ichsku sein, ist das Denken. Dies Denken hat keinen anderen Gegen-stand als uns selbst" 58 ). Die Romantiker perhorreszieren Be-schränkung durchs Unbewußte, es soll keine andere als rela-tive Beschränkung und diese in der bewußten Reflexion selbst^eben. In den Vorlesungen gibt Schlegel auch in dieserFrage eine im Verhältnis zu seinem früheren Standpunkt ab-geschwächte Kompromißlösung: die Beschränkung der Re-flexion erfolgt nicht in dieser selbst, ist also nicht eigentlich|relativ, sondern sie wird bewirkt durch den bewußten Willen.„Die Fähigkeit, die Reflexion aufzuhalten und die AnschauungIbeliebig auf irgendeinen bestimmten Gegenstand zu richten" 59 ),I nennt Schlegel Wille.
Schlegels Begriff des Absolutums ist mit dem Vorstehenden[Fichte gegenüber hinreichend bestimmt. An sich selbst würdeman dieses Absolute am richtigsten als das Reflexionsmedium 0 ")bezeichnen. Mit diesem Terminus ist das Ganze von Schlegelstheoretischer Philosophie zusammenfassend zu bezeichnen undwird unter diesem Ausdruck nicht selten im folgenden nochzu zitieren sein. Es ist daher notwendig, ihn noch genauerzu erklären und zu sichern. Die Reflexion konstituiert dasAbsolute, und sie konstituiert es als ein Medium. Auf denstetigen gleichförmigen Zusammenhang im Absolutum oder imSystem, die man beide als den Zusammenhang des Wirk-lichen nicht in seiner Substanz (welche überall dieselbe ist),sondern in den Graden seiner deutlichen Entfaltung zu inter-pretieren hat (s. o. p. 24), hat Schlegel in seinen Darlegungen dengrößten Wert gelegt, wenn er auch den Ausdruck Mediumselbst nicht hat. So sagt er: „Der Wille ... ist das Vermögendes Ichs, sich selbst 61 ) zu vermehren oder zu vermindern biszu einem absoluten Maximum oder Minimum; da dies frei ist,
r,li *) Sie ist ein Reflexionsgebilde, wie man hinzusetzen darf.B7 ) Vorlesungen 21. - w ) Vorlesungen 23. B9 i Vorlesungen 6.
60 ) Der Doppelsinn der Bezeichnung bringt in diesem Fallekeine Unklarheit mit sich. Denn einerseits ist die Reflexionselbst ein Medium — kraft ihres stetigen Zusammenhanges, an-dererseits ist das fragliche Medium ein solches, in dem die Re-flexion sich bewegt — denn diese, als das Absolute, bewegt sichin sich selbst.
61 ) sc. in der Reflexion.