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(durch eine echte Reflexion hervorgegangen. Es ist mit anderenI Worten das Denken der zweiten Stuf© aus dem ersten von(selbst und selbsttätig 35 ) als dessen Selbsterkenntnis entsprungen.J.,Sinn, der sich selbst sieht, wird Geist" 36 ), heißt es in Ueber-jeinstimmung mit der späteren Terminologie der VorlesungenI schon im Athenäum. Praglos ist vom Standpunkt der zweitenI Stufe das bloße Denken Stoff, das Denken des Denkens seine*Form. Die erkenntnistheoretisch maßgebende Form des Den-kens ist also — und dies ist für die frühromantische Auffassungfundamental — nicht die Logik — vielmehr' gehört diese zumDenken ersten Grades, zum stofflichen Denken — sondern| diese Form ist das Denken des Denkens. Auf Grund derUnmittelbarkeit seines Ursprungs aus dem Denken ersten Gradeswird dieses Denken des Denkens mit dem Erkennen des Den-kens identifiziert. Es bildet für die Frühromantiker die Grund-form alles intuitiven Erkennens und erhält so seine Dignitätals Methode; es'befaßt als Erkennen des Denkens jede andere,niedere Erkenntnis unter sich, und so bildet es das System.
In dieser romantischen Deduktion der Reflexion darf eincharakteristischer Unterschied von der Fichteschen bei allerAehnlichkeit mit dieser nicht übersehen werden. Von seinemabsoluten Grundsatz alles Wissens sagt Fichte: ,,Vor ihm hatGartes einen ähnlichen gegeben: cogito ergo sum', . . . welcheser . . . sehr wohl als unmittelbare Tatsache des Bewußtseinsbetrachtet haben kann. Dann hieße es soviel als cogitanssum, ergo sum . . . Aber dann ist der Zusatz cogitans völligüberflüssig; man denkt nicht notwendig, wenn man ist, aberman ist notwendig, wenn man denkt. Das Denken ist garnicht das Wesen, sondern nur eine besondere Bestimmung desSeins . . ," 37 ). Es interessiert hier nicht, daß der romantischeStandpunkt nicht der des Cartesius ist, auch kann nicht dieFrage aufgeworfen werden, ob Fichte mit dieser Bemerkungaus der „Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre" nichtsein eigenes Verfahren durchkreuze, sondern allein darauf isthinzuweisen, daß der Gegensatz, in dem Fichte sich zu Cartesiusweiß, auch zwischen ihm und den Romantikern obwaltet. Wäh-rend Fichte die Reflexion in die Ursetzung, in das Ursein
S5 ) „Hier (in der Philosophie) entsteht jene lebendige Reflexion,die sich bei sorgfältiger Pflege nachher zu einem unendlich ge-stalteten geistigen Universo von selbst ausdehnt — der Kern undKeim einer alles befassenden Organisation." (Schriften 58.)
3G ) A 339. ä?) Fichte 99 f.