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Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik
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punktiön: in der Erkenntnis in die Einheit des Ich zurück,(in Handeln in das Unendliche hineinzuführen. — Für das/erhältnis der' Fichteschen zur frühromantischen Erkennfnis-Iheorie wird es sich von Wichtigkeit erweisen, daß die Bil-dung des Nicht-Ich im Ich auf einer unbewußten Funktiondesselben beruht. „Der einzelne Inhalt des Bewußtseins . . .der ganzen Notwendigkeit, womit er darin sich geltendnacht, kann nicht aus einer Abhängigkeit des BewußtseinsIron irgendwelchen Dingen an sich, sondern nur aus dem Ichleibst erklärt werden. Nun ist aber alles bewußte Produzierenilurch Gründe bestimmt und setzt, deshalb immer wieder einenpesonderen Vorstellungsinhalt voraus. Das ursprüngliche Pro-duzieren, wodurch zu allererst das Nicht-Ich im Ich gewonnenIvird, kann nicht bewußt, sondern nur bewußtlos sein" 20 ). Fichtefiieht „den einzigen Ausweg für die Erklärung. des gegebenenpewußtseinsinhaltes darin, daß dieser aus einem Vorstellenhöherer Art, einem freien, unbewußten Vorstellen herstamme" 21 ).

Es dürfte nach dem Vorstehenden klar sein, daß Reflexionmd Setzen zwei verschiedene Akte sind. Und zwar ist dieReflexion im Grunde die autochthone Form der unendlichenätzung: Reflexion ist die Setzung in der absoluten Thesis,vo sie nicht auf die materielle, sondern auf die rein formaleISeite des Erkennens bezogen scheint. Wenn das Ich sich selbstjin der absoluten Thesis setzt, entsteht Reflexion. Ganz iniFichtes Sinn spricht Schlegel in den Windischma.nnschen Vor-|lesungen einmal von einer „inneren Verdoppelung" 22 ) im Ich.Summarisch ist über die Setzung zu sagen: Sie beschränktlund determiniert sich durch die Vorstellung, durch das Nicht-Ich,[durch die Gegensetzung. Auf Grund der bestimmten Gegen-I Setzungen wird endlich die an sich ins Unendliche gehende Tätig-Ikeit des Setzens 23 ) wieder ins absolute Ich zurückgeführt unddort, wo sie mit der Reflexion zusammenfällt, in der Vor-stellung des Vorstellenden eingefangen. Jene Beschränkung derI unendlichen Setzungstätigkeit ist also die Bedingung der Mög-lichkeit der Reflexion. „Die Bestimmung des Ich, seine Re-flexion über sich selbst... ist nur unter der Bendingung mög-lich, daß es sich selbst durch ein Entgegengesetztes begrenze" 24 ).Die so bedingte Reflexion ist wiederum selbst, wie die Setzung,ein unendlicher Prozeß, und ihr gegenüber ist von neuem FichtesBestreben sichtbar, sie durch Zerstörung ihrer Unendlichkeit

20 ) Windelband II, 223. 2 >) Windelband II, 224 22 ) Vorlesungen 109.23 )Vgl. Fichte 216. »*) Fichte 218.

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