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Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik
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Aktionsweisen des Ich, nämlich außer der Reflexion noch da*Setzen. Man kann die Fichtesche Tathandlung förmlich alseine Kombination dieser beiden unendlichen Aktionsweiseu desIch auffassen, in der sie ihre beiderseitige rein formale Natur,ihre Leerheit gegenseitig auszufüllen und zu bestimmen suchen:die Tathandlung ist eine setzende Reflexion oder eine reflek-tiertes Setzen, „ . . . ein sich Setzen als setzend . . . keines-wegs aber ein bloßes Setzen" 13 ), formuliert Fichte. Beide Ter-mini besagen etwas verschiedenes, beide sind von großer Wich-tigkeit für die Geschichte der Philosophie. Während der Re-flexionsbegriff zur Grundlage der frühromantischen Philosophiewird, erscheint — nicht ohne Beziehung auf den letzteren —der Begriff des Setzens in seiner vollen Ausgestaltung in derHegeischen Dialektik. Es ist vielleicht nicht zuviel gesagt,wenn man behauptet, daß der dialektische Charakter des Setzensgerade wegen seiner Kombination mit dem Reflexionsbegriffbei Fichte noch nicht zum gleich vollen und charakteristischenAusdruck gelangt wie bei Hegel.

Das Ich sieht naoh Fichte als sein Wesen eine unend-liche Tätigkeit, welche im Setzen liegt. Dieses geht folgender-maßen vor sich: das Ich setzt sich (A), setzt sich in derEinbildungskraft ein Nicht-Ich. (B) entgegen. „Die Vernunfttritt ins Mittel . . . una bestimmt dieselbe, B in das bestimmteA (das Subjekt) aufzunehmen: aber nun muß das als bestimmtgesetzte A abermals durch ein unendliches B begrenzt werden,mit welchem die Einbildungskraft gerade so verfährt wie oben;und so geht es fort, bis zur vollständigen Bestimmung der(hier theoretischen) Vernunft durch sich selbst, wo es weiterkeines begrenzenden B außer der Vernunft in der Einbildungs-kraft bedarf, d. i. bis zur Vorstellung des Vorstellenden. Impraktischen Felde geht die Einbildungskraft fort ins Unendliche,bis zu der schlechthin unbestimmbaren Idee der höchsten Ein-heit, die nur nach einer vollendeten Unendlichkeit möglich wäre,welche selbst unmöglich ist" 19 ). Mithin: das Setzen geht inder theoretischen Sphäre nicht ins Unendliche; deren Eigenartwird gerade durch die Eindämmung des unendlichen Setzen«konstituiert; sie liegt in der Vorstellung. Durch die Vorstel-lungen, und letzten Endes durch deren höchste, die des Vor-stellenden, wird das Ich theoretisch vollendet und ausgefüllt.Die Vorstellungen sind solche vom Nicht-Ich. Das Nicht-Ichhat, wie schon aus den zitierten Sätzen hervorgeht, eine doppelte

«) Fichte 258. 1 9 ) Fichte 217.