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Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik
Entstehung
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Anschauung abweicht. Das Wort Anschauung findet sich inHieser Abhandlung noch nicht. Pichte meint also hier, eineHnmittelbare und sichere Erkenntnis durch einen Zusammen-hang zweier Bewußtseinsformen (der Form und der Form derHorm oder des Wissens und des Wissens des Wissens), welcheHi einander übergehen und in sich selbst zurückkehren, be-gründen zu können. Das absolute Subjekt, auf welches alleinHie Handlung der Freiheit sich bezieht, ist Zentrum dieserHteflexiön und daher unmittelbar zu erkennen. Nicht um die■Erkenntnis eines Gegenstandes durch Anschauung, sondern umHie Selbsterkenntnis einer Methode, eines Formalen — nichtsHnderes repräsentiert das absolute Subjekt — handelt es sich.H)ie Bewußtseinsformen in ihrem Uebergang in einander sindHer einzige Gegenstand der unmittelbaren Erkenntnis, und dieserHiebergang ist die einzige Methode, welche jene Unmittelbar:-Heil zu begründen und begreiflich zu machen vermag. Diese■Erkenntnistheorie mit ihrem radikalen mystischen FormalismusHat, wie sich zeigen wird, die tiefste Verwandtschaft mit derKunsttheorie der Frühromantik. An ihr hielten die Früh-Romantiker fest, und sie bildeten sie weit über Fichtes■Andeutungen hinaus aus, welcher seinerseits in den folgendenSchriften die Unmittelbarkeit der Erkenntnis auf ihre anschau-Bche Natur gründete.

Die Romantik gründete ihre Erkenntnistheorie auf denHteflexionsbegriff nicht allein, weil er die Unmittelbarkeit der■Erkenntnis, sondern ebensosehr, weil er- eine eigentümlicheHJnendliehkeit ihres Prozesses garantierte. Das reflektierende■Denken gewann für sie vermöge seiner Unabschließbarkeit,Hn der es jede frühere Reflexion zum Gegenstand einer folgen-Hlen macht, eine besondere systematische Bedeutung. AuchHichte hat auf diese auffallende Struktur des Denkens häufigHingewiesen. Seine Ansicht von derselben ist der romantischenEntgegengesetzt und einerseits, für deren indirekte CharakteristikHvichtig, andererseits geeignet, die Ansicht von der durch-Hängigen Abhängigkeit frühromantischer philosophischer Theo-Heme von Fichte in ihre rechten Grenzen einzuschränken,■richte ist überall bestrebt, die Unendlichkeit der Aktion desHeb. aus dem Bereich der theoretischen Philosophie auszu-Hchließen und in das der praktischen zu verweisen, währendHie Romantiker sie gerade für die theoretische und damit für■hre ganze Philosophie überhaupt — die praktische übrigensinteressierte Friedrich Schlegel am wenigsten — konstitutiv»u machen suchen. Fichte kennt zwei dergestalt unendliche