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235unterscheiden können; so würden sie gewiß ohneLeitung und Erziehung entweder bald sterben,oder doch wenigstens auf immer elend wer-den.15410.Wie wichtig ist daher eine gute Erzie-hung für die Kinder! Wie wichtig für ihre El-tern! Wie wichtig für die ganze Welt! Aberwie viel Zeit und Mühe, wie viel Bekümmernisse,wie viel schlaflose=Nächte erfordert sie zugleich!Und wer würde also wohl die Erziehung der klei-nen, hülfsbedürftigen Geschöpfe übernehmen,wenn nicht Gott selbst theils durch Einpflanzungeiner natürlichen Liebe der Eltern zu den Kindern,theils durch die Einführung der Ehe diese Schwie-547rigkeit aus dem Wege geräumt hätte.11.Die Ehe ist nichts anders, als eineVerbindung zwischen zween Menschen von verschie-denem Geschlecht, welche sichs einander feierlichzusagen, daß sie sich stets treu bleiben, sich nieverlassen, ihre Freuden einander vermehren, ihreLeiden erträglich machen, und, wenn Gott ihnenKinder schenken sollte, dieselben gemeinschaftlichzu allem Guten erziehen wollen. Diese Verbin-dung soll also dauerhaft seyn, und sowohl Gottals der Landesherr wollen sie ohne die allerwich-tigsten Ursachen nicht wieder getrennt wissen.Wird