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1 (1790)
Seite
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228zu warnen vor dem Laster, welches wirklichauf so mancher Schule ohne Wissen des Lehrers,wie die Pest, im Finstern schleicht, und in demverflossenen Jahrzehend die Feder so manchesmenschenfreundlichen Mannes beschäftigt hat *).Es müßte dieses jedoch nur ungefähr auf die Artgeschehen, wie es im siebenten Bande des vorhingenannten Revisionswerks S. 290r. geschieht **)UndIch selbst habe es erlebt, daß in einer Schule, woder Lehrer übrigens ein sehr geschickter Mann war,einer meiner größern Mitschüler beinahe die ganzeSchule zu diesem Laster verleitete. Man lachte dar-über, und hielt es nachher für Ehre, wenn man esrecht weit darin bringen konnte. Ja, ich fand denVerführer bald darauf mit einigen von ihm Verführten auf dem Dachboden eines Privathauses sogar inwirklicher Unzucht begriffen. Mich selbst retteten ei-ne natürliche, unüberwindliche Schamhaftigkeit,und einige medizinische Kenntnisse, die ich mir ausverschiedenen Schriften erworben hatte. Meine Zu-redungen aber fruchteten nichts, und die Sache demLehrer anzuzeigen, daran verhinderte mich eben jeneSchambaftigkeit. Wenn wird man doch endlich ein-mal aufhoͤren, hierin so sicher zu seyn?A. d. H.) In einem rührenden Tone ist auch abgefaßt die klei-ne Schrift vonWolke an die von ihm geliebtenKinder, welche gern Rath und Warnung annehmen,um gesund und glücklich zu bleiben. Leipz. 1787,8. Uebrigens iſtJ. F. Oeſts höchſtnöthige Be-lehrung u. Warnung für Jünglinge und Knaben rc.und für junge Mädchen zur frühen Bewahrung ih-rer Unschuld in zween verschiedenen Theilen (Wol-fenbüttel 1788, 8.) zum Behuf des Privatunter-richts, wo die Kinder ganz belehrt werden sollen,aus dem Repisionswerke auch besonders abgedruckt.A. d. H.