207nicht abwenden dürfen. Sie sind ja dazu bestimmt,dieselben zu belehren über Gegenstände, die sie nochnicht kennen. Wollten Sie sich in ihrer Belehrungder Trägheit, des Murrsinns, der stolzen Erha-benheit über die Sphäre ihrer kindlichen Begriffeschuldig machen, wollten Sie über ihre, freilichoft einfältigen, Fragen ein lautes Gelächter er-heben, oder sie mit Unwillen abweisen; so wür-den sie bald zurückgeschreckt und bewogen werden,gar nicht mehr zu fragen, sondern alles, (wieman sich auszudrücken pflegt) an seinen Ort ge-stellt seyn zu lassen. Indessen giebt es doch auchAusnahmen von jener Regel, und diese Ausnah-men sind eben so wichtig, und verdienen eben sowohl beobachtet zu werden, als die Regel selbst.1) Die Fragen des Kindes sind jedesmal abzu-weisen, wenn es sich ohne Beistand zurechtfinden kann. Nur geſchehe es nicht unfreund-lich! Sagen Sie es ihm vielmehr in solchenFällen mit aller möglichen Sanftmuth, daß esbei genauerer Unterſuchung Ihrer Hülfe nichtbedürfen werde! Erinnern Sie es an diesenoder jenen Umstand, wodurch ihm die Erreichungseines Zwecks erleichtert wird!Ich bin davonüberzeugt, Sie werden bald den Nutzen einessol-
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