206muß es bekennen, diese Nachricht steht mit denübrigen Sagen von Ihrem Charakter als Schul-lehrer nicht im geringsten im Widerspruch. Siebeantworten die Fragen der Kinder jedesmal miteiner Art von Liebreitz, und ungeachtet Sie oftdurch solche Fragen in die äusserste Verlegenheitgerathen; so sind Sie doch der Meinung, daßman ihnen eher eine nicht ganz richtige Antwortgeben, als durch schnödes Abweisen ihre Wißbe-gierde niederdrücken müsse.In diesem letztern Punkte haben Sie nun frei-lich wohl Recht. Die Wißbegierde der Kinderdarf nicht niedergedrückt werden. Der Lehrermuß sich vielmehr freuen, wenn er sie in hohemGrade bei ihnen bemerkt, weil er sich alsdannallemal von seinen Bemühungen um ihre Geistes-bildung einen guten Erfolg versprechen darfSie ist auch wirklich der Grundtrieb zu aller Er-kenntniß; und der Regel nach gebe ichs daherauch gern zu, daß Sie die Fragen der Kindernicht*) S. die „Betrachtung einiger Mittel, die Wißbe-gierde der Jugend zu reizen“ von Krohne. In demArchiv für die ausübende Erziehungskunst. Th.A. d. H.VII. N. 2.
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1 (1790)
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206
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