200Versetzung zu oft vorgenommen werden. Sieverliert alsdenn auf einmal ihren Werth. Inmancher Schule ist bei jeder Lektion des Herauf-und Herabrückens kein Ende. Und wie wäre esdenn da zu vermeiden, daß den Lehrlingen dieganze Sache nicht als ein blosses Spielwerk er-scheinen, und wohl gar lächerlich werden sollteAuch ist es natürlich, daß manches sehr fleißigeKind in einzelnen Fällen eine Antwort schuldigbleiben könne, weil körperliche oder häuslicheUmstände und dergleichen es zerstreut machen,und daß es deswegen noch nicht gleich verdiene,zu einer niedern Stelle verdammt zu werden.Und — was noch mehr ist! — Nach denGrundsätzen aller unserer neuern Erzieher sollman nicht sowohl auf den Fleiß, als vielmehrauf das Betragen der Kinder überhaupt beiſolchen Gelegenheiten Rückſicht nehmen. DerFleiß beruht oft nur auf vorzüglichen Naturga-ben. Mancher kann in zwo Stunden mehr ler-nen, als ein anderer in einem ganzen Tage;und es würde nicht nur ungerecht, sondern auch7schäd-den Schulen und dessen schädlichen Folgen. In dem„Archiv für die ausübende Erziehungskunst.Th. II. N. 4. (Giessen 1777, 8.) A. d. H.
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1 (1790)
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200
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