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1 (1790)
Seite
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187Gewöhnlich wird die Wahl der Lebensart derNeigung des Kindes überlassen. Und im Gan-zen genommen ist dieses allerdings besser, alswenn es gegen seine Neigung zu einer gewissenLebensart gezwungen wird. Denn in diesemletztern Falle hat man wenigstens allemal zu be-fürchten, daß es in der Folge sich der Trägheitund Nachläßigkeit ſchuldig machen, und ſich garzu oft von seinen Geschäften, weil sie ihm unan-genehm sind, losreissen werde. Allein man solltedenn doch dabei nicht vergessen, daß es auch fal-ſche Neigungen giebt. Solche falſche Neigungenſind z. B. diejenigen, die aus bloßer Eitelkeit oderaus Nachahmungssucht entspringen; und, vonihnen geführt, wird mancher junge Mensch einſogenannter Gelehrter, der doch von der Naturnur zur Handarbeit bestimmt war. Ausserdemwird man finden, daß diese falschen Neigungensehr temporär zu seyn pflegen, daß sie nur einegewisse Zeitlang fortdauren, und dann der wah-ren Natur wieder ihre Rechte einräumen. Undin diesem Falle tritt immer wieder die Trägheitund Nachläßigkeit ein, die ich eben jetzt genannthabe.Was wäre also zu thun, um in diesem wich-tigen