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1 (1790)
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ein sehr freundschaftliches Betragen gegen sie ge-wesen, was ich mit frecher Tadelsucht ein feind-seliges Betragen genannt hätte. Davon also seynicht einmal die Rede mehr! Ich will sogarmein Aeusserstes thun, um mich auf einige Au-genblicke zu bereden, es leite Sie wirklich die ste-Rücksicht aufs Beste der Kinder. Aber fragenwill ich dann auch: ob es recht sey, zu viel sitt-liche Vollkommenheit von denſelben zu fordern?Es giebt Fehler, die ihnen schon als Kinderneigen zu seyn pflegen. Dahin gehört z. B. Ver-geßlichkeit, Neugier, Blödigkeit, Lacherei, eingewisser Grad von Muthwillen und dergleichen.Und wo haben diese Fehler ihren Grund? Ge-wiß nirgends anders, als in dem Uebergewichtihrer Sinnlichkeit, in ihrer Unbekanntschaft mitder Welt und den Menſchen, und mit den Regelnder Klugheit und Anſtändigkeit. Sie fühlen dieKraft ihres Körpers mehr, als die Kraft ihresGeistes. Der erstere entwickelt sich schneller;der letztere aber ist, so zu sagen, nur noch eineschlummernde Kraft, die erst auf langsameAnregung des Erziehers anfängt, zu erwachen,und allmählig sich immer wirksamer zu bewei-sen.Alles, was Convenienz und äusserliche Sitt-lich-