162schieht dies wegen besonders guter körperlicherAnlage nicht; so ist doch gewiß, daß durch einezu frühe Beschäftigung des Geistes, vergesellschaf-tet mit einer beständigen Unthätigkeit des Leibes,die Nerven nach und nach zu einem so hohenGrade der Empfindlichkeit gebracht werden, daßdieselben sich endlich im männlichen Alter gleich-sam abgenutzt haben, wobei aller der gelehrteKram verschwindet, und sehr mittelmäßige, wonicht gar dumme Köpfe herauskommen; oder es-ne jede noch so geringe Ursache bringt die ganzeMaschine sogleich in Unordnung, und erzeugtHypochondrie, Tiefsinn, und, wie man die Sa-che zu nennen beliebt, den gelehrten Schuß-welcher bei vielen Ueberstudirten nahe an Narrheitgränzt“ *).Also*) Herr Campe hat diese Materie schon vor mehrernJahren in dem Aufsatz: „Ueber das schädlicheFrüh= und Dielwissen der Kinder,“ welcher sich im8ten Stück, der, pädagogischen Unterhandlungen,auch im 2ten Theil seiner Sammlung einiger Er-ziehungsschriften befindet, ausführlich abgehan-delt. Neu bearbeitet ist dieser Aufsatz unter der Ru-brik: Ueber die große Schädlichkeit einer allzufrühenAusbildung der Kinder“ im 5ten Theile der allgem.Repi-
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1 (1790)
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162
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