154Was ist ein Volk, das in träger Ruhe der Wohl-lust pflegt, und fremdes Beistandes durchausnicht entbehren kann? Was sind die stolzenSpanier, die ihre schöne Wolle von Ausländernverarbeiten lassen, und dann in anderer Gestaltsie wieder an sich kaufen, indeß die thätigernAusländer den Vortheil davon ziehen?Solche Helden bilden Sie auch, mein Herr!ob erwenn Sie wollen, daß Herr M **, dergleich Ihre ganze Achtung verdient, doch vielleichtohnehin als Schullehrer etwas zu gefällig ist,Ihren Kindern unaufhörlich nachrennen, daßer stets sein Auge auf ihnen ruhen lassen, daß erihnen alles in die Seele diktiren soll. KönnenSie es nicht glauben; so vergleichen Sie nur einjunges Herrchen mit einem gemeinen KnabenJenes Herrchen hat vielleicht einen lieben Hofmei-ster, der seine kleine Seele eben so leitet und gän-gelt, als die Mama sein zartes Körperchen; odereinen Lehrer, dem das theure Kind so dringendempfohlen worden ist, daß er nun in dem nämli-chen Augenblicke, wo es seine Unterstützung ver-langt, auch zu Befehle steht. Dieser Knabe hin-gegen wird von einem solchen Lehrer oft wenigergeachtet. Er wird mehr sich selbst überlassen.So-
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