Druckschrift 
1 (1790)
Seite
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151Beschwerde vorgestellt; man muß es ihnen viel-mehr gesagt haben, nicht nur, daß die Men-schen überhaupt von der Natur und der bürgerli-chen Gesellschaft in die unumgängliche Noth-wendigkeit, zu arbeiten, gesetzt worden sind,sondern auch, daß die Arbeitsamkeit als diereichhaltigste Quelle von Freuden zu betrachtensey, wenn diese Freuden gleich nicht allemalbald und schnell erfolgen; und Lehrer sowohlals Eltern müsten deshalb, besonders in Gegen-wart der Kinder, bei ihrer Arbeit immer ver-gnügt und heiter seyn.2) Die Ausfüllung der Freistunden ist daher auchim Ganzen genommen der sicherste Maaßstabder Neigung zum Lernen. Oeffentlicher Fleißin der Schule kann ganz andere Ursachen haben.Furcht vor dem Tadel des Lehrers, Begierde,hinter andern Kindern nicht zurück zu bleiben unddergleichen, kann den Zögling dazu antreiben,und daraus läßt sich noch nicht auf seine ei-gentliche Neigung zum Lernen schliessen.Wenn er vor dem Tadel des Lehrers sicher ist,oder sich mit andern Kindern nicht vergleichenkann; so ist es immer noch möglich, daß ersich der Unthätigkeit ergiebt. Jenen einzigenMaaß-K 4