140Gelegenheit haben, ihren Geschmack zu erfah-ren. Sie würden in ihren Geist und ihr Herzverstohlne Blicke werfen, und sie darnach in derFolge um desto zuverläßiger beurtheilen können.Um ferner zu untersuchen, ob sich ein Kindnicht nur etwas gemerkt, sondern es auch gehö-rig durchgedacht habe, lassen Sie es zuweilenIhre Stelle vertreten, und mit seinen Mitschü-lern sich fragweise darüber unterhalten! Dieswäre zugleich angenehm und nützlich. Es würdedadurch in die Nothwendigkeit gesetzt, seine Be-griffe genauer zu analysiren, und wenn diesesallgemein eingeführt, und der Lehrer nicht über-haupt ein durchaus elender Mann wäre; so wür-den jedesmal die gefragten Kinder sowohl, alsauch das fragende Kind selbst, bald das Uebergs-wicht desselben in der Gabe zu lehren bemer-ken, und alsdann noch mehr Achtung vor ihmhaben.Auch ist es nicht übel, wenn Sie oft solchtFälle zu veranstalten suchen, wo sich Ihre Lehrlin-ge zu ihrem eignen Nutzen oder Vergnügen an ei-ne gewisse Reihe von Wörtern, oder an verschiede-ne Beweise für irgend eine Wahrheit wieder erin-nern
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1 (1790)
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140
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