97ja vielmehr gröstentheils nachher damit zu prahlen,und geheimer Genuß würde ihnen auch den Werthdes Geſchenks herabzuſetzen ſcheinen. Und was iſtalso natürlicher, als daß dadurch andere Kindernur noch mehr erbittert oder betrübt werden müs-ſen? Was iſt natürlicher, als daß ſie glaubenwerden, der Lehrer selbst zweifele an der Gerech-tigkeit seines Verfahrens, weil er sonst ein so ver-ſtecktes Spiel nicht treiben wuͤrdeAlso die süßen Kostbarkeiten nur immer geradezuabgeschaft! Und dann merken Sie sichs über-haupt, mein Freund! daß alle sogenannte Prä-mien in der Schule die genaueste Wahl, diegröste Behutsamkeit erfordern. Sie sind, wie ichhöre, darauf bedacht, einen Fond zu solchen Prä-mien aufzusuchen, um Ihre Zöglinge auch da-durch zum Fleiße ermuntern zu können. O welcheine Bürde legen Sie sich dadurch auf! Und wieleicht ist es, in diesem Puncte zu fehlen! Ueber-legen Sie nur einmal folgendes!1) Nie dürfen Prämien von der Art seyn, daß sieeinzig und allein zum Fleiße ermuntern, aberzugleich andere Tugenden schwächen oderver-G
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