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1 (1790)
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91So viel aber kann und muß ich indessen doch geste-ben, daß es mir unbesonnen und zweckwidrig zuseyn scheint, wenn man erstlich zu diesem Unter-richt eigne Stunden bestimmt; (denn sie könnenweit nützlicher ausgefüllt werden) wenn man zumandern einen systematischen Unterricht darinertheilt, und also den künftigen Gelehrten vonofeßion gar nicht vom Ungelehrten unterschei-det; wenn man endlich drittens die Mythologienicht als erdichtete Goͤtterlehre angiebt, und alsodadurch oft falsche und irrige Begriffe von derGottheit veranlaßt. Uebrigens aber ist es gewiß,daß einige mythologiſche Kenntniſſe nachher ſehrbrauchbar werden können. Viele Statuen undKupferstiche lassen sich ohne sie nicht erklären, undviele Schriftſteller, vornehmlich Dichter, laſſensich ohne sie nicht verstehen. Und eben deswegenglaub' ich, daß man die Fabeln, worin denn dochauch viel Mythologie vorzukommen pflegt, in die-ser Rücksicht ebenfalls benutzen, und nebenbeiden Kindern die nöthigsten Kenntnisse in diesemFache beibringen könnte *)Und*) Als eine Sammlung von Fabeln nenne ich hierK. W. Ramlers Fabelleſe. Leipz. 1783. 2 Theile.A. d. H.