57sen? Würden etwan alle nur mögliche Besse-rungsmittel, ausser der Furcht, ganz unanwend-bar bei ihnen gewesen seyn? Vielleicht setzen Siedas insgeheim als ausgemacht voraus. Aberwoher wissen Sie es denn, da die übrigen Besse-rungsmittel nicht einmal von Ihnen versucht wor-den sind? Nein! Glauben Sie es mir! Dasabsichtliche Studium der Erwerbung ihrer Liebeund ihres Zutrauens würde Ihnen mehrere undwichtigere Vortheile über sie verschaft haben.Hätten Sie sich darin geübt; so würde alles,was die Furcht vermag, schon bloß ein ernsthaf-ter Blick oder ernsthaftes Zurechtweisen ausrichtenkönnen. Und eben jene rohen, verdorbenen Kin-der lassen sich gröstentheils gerade am wenigstendurch Furcht regieren *). Eher lassen sie allesüber sich ergehen, ehe sie ihren Sinn beugen undihre Pflicht erfüllen.Und was iſt auſſerdem auch ſelbſt der gröſteFleiß, die gröste Tugend, das sittlichste Betra-D 5gen,*) M. f. den Aufsatz: Ob halsstarrige Gemüthermehr durch Strenge als Güte zu gewinnen sind —in der „allgemeinen Bibliothek für das Schul= undErziehungswesen in Deutschland.“ Bd. IV. St. 1.(Nördlingen 1776 2c. gr. 8.)A. d. H.
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1 (1790)
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57
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