50sen, und während des Unterrichts müste ers beijeder Gegenheit zeigen, daß er seine Zöglinge vonHerzen liebe. Sanftmuth, Freundlichkeit, Her-ablassung, Zubereitung vergnügter Zwischenau-genblicke, Rücksicht auf die Verschiedenheit desAlters und der Fähigkeiten — alles müste er inBewegung setzen, um ihre Gegenliebe sich zu erwer-ben *). Denn hat er diese; so kann er beinahealles mit ihnen anfangen. Sie heiligt gewisser-maßen alle seine Vorschriften, und flößt ihnenKraft und Eifer ein, sie zu befolgen.Zutrauen erzeugt sich dann von selbst. Esgeht mit der Liebe immer in gleichem Schritte,und natürlicher Weise ist es auch eben so nöthig.Die Kinder müssens wissen, mussens empfinden,daß der Lehrer gute Absichten mit ihnen habe,daß er ihr eignes Beste besorge, daß seine Vor-schriften und Gesetze auch dann noch heilsam fürsie sind, wenn ihre Erfüllung ihnen lästig wird.So oft er nur Veranlassung dazu hat, muß erdeswegen auch seine Kenntnisse und Geschicklichkei-ten — jedoch ohne die Absicht zu verrathen — anden) M. s. die kleine Schrift: Ueber die gute Launedes Schulmannes von P. J. Lieberkühn. ZüllichauA. d. H.1782, 8.
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1 (1790)
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50
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