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22oder das Böse sehen und hören, und sobald siediese Gleichgültigkeit auch dadurch beweisen,daß sie dieselben fast ganz der Aufsicht und Lei-tung ihres Gesindes überlassen; so dürfen siesich nachher nicht darüber wundern, wenn dieNeigung zum Bösen, die anfangs nur klein-lich, oder wohl gar lächerlich schien, in Lei-denschaft ausgeartet ist.Und endlich4) Wie selten sind die Eltern selbst mit dem, wasgut und schön ist, ganz bekannt! Wie seltenwissen sie den wahren Werth der Dinge richtigzu schätzen, und in jedem vorkommenden Fallenicht etwan bloß Glauben, sondern auch Ue-berzeugung in den Seelen ihrer Kinder zuwirken! Wie viele haben sich auch nur vonden gemeinsten und auffallendsten Irrthümernund Vorurtheilen losreissen können? Und wieübel würde es nicht also um die Bildung derNachwelt stehen, wenn sie einzig und alleinden Eltern überlassen wäre!Diese Schwierigkeiten sind jedem unbefange-nen Beobachter nur gar zu einleuchtend. Wieſoll man ſie aber aus dem Wege räumen? Es iſtund