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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
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547
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Spezialitäten. 547

g. Sog. abgekürzte lixlibris erdachte Professor AdolfM. Hildebrandt, Berlin, indem er statt des oftumfang- und inhaltsreichen Vollwappens nur ein-zelne charakteristische Hauptteile desselben in Ver-einigung mit Inschriften etc. anbrachte, um den oftnur kleinen Kaum nicht zu überladen; sie wirkenwie Silhouetten und Flachmuster*).

h. Auch ein Toilettenzeichen,Exrobiis", auf Leinwandgedruckt, (scherzhaft) giebt es nach dem Vorbildvon Exlibris; Frau Wanda Thewalt, Würzen, 1901.

ig. Notariatssignete und Visitenkarten.

In Ermangelung eines eigenen Bibliothekzeichenswurden diese beiden im 17., 18. und Anfang des ig.Jahrhunderts häufig durch Einkleben in Bücher als Ex-libris verwendet und müssen daher hier mit erwähntwerden.

Notariatssignete**) sind schon im 13. Jahrhundertnachgewiesen; im Laufe der Zeit galt als gesetzlicheI '.rstimmung, dass alle Notare ihre Handschrift und ihrSignet beim Kammergericht einreichen mussten; nachder Notariatsordnung Kaiser Maximilians von 1512 wurdesogar befohlen, dass die Notare ihr Signet nicht will-kürlich ändern durften. Die Signete hatten die Bedeu-tung eines Notariatssiegels und wurden der Urkundeaufgezeichnet, aufgedruckt oder aufgeklebt. Bis Endedes 16. Jahrhunderts wurden sie frei gezeichnet, vom17. an mittels Schablone aufgestempelt; im iS. kommen

*) Vgl. E. I /. VII. 118, 119.**) Vgl. Dr. Fr. Leist, Notariatssignete, 1896 und E. L. Z. VII,

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