Druckschrift 
Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
487
Einzelbild herunterladen
 

Spezialitäten. 4§7

Kempter von Rietburg, Tirol, c. 1650, 2 fast gleiche

Wappen-Holzschnitte ).Johann Baptist Gadner, Presbyter, Bayern, 17.., Stiche,

Wappen und typographisches Blatt**).Georg Christof Wilder, Dekan, Nürnberg, 1806, Stichevon ihm; Denksteine.

Solche Doppel-Exlibris können heutzutage Eheleute,die nicht gemeinsame, sondern getrennte Hxlibris führen,oder Besitzer mehrerer eigener Exlibris leicht anwenden,indem sie das eine Exlibris in den vorderen, das anderein den hinteren Deckel des Buches einkleben.

2. Memoricn- und Donatoren- (Geschenk-) Exlibris.

Mcmorien/.eichen sind diejenigen Exlibris, die- durchInschriften, Wappen und Porträts Verstorbener das An-denken an den vorherigen Besitzer einer Bibliothek bezw.einzelner Bücher, oder an einen Testator wach erhaltensollen; ebenso verhall es sieh mit den I )onatoren-l'xlibrisbezüglich des Geschenkgebers. Durch Erbschaft, Schen-kung, Stiftungsgelder, Kauf kamen ja häufig kleinereBuchersammlungen in den Besitz anderer Bibliotheken,und diese einzelnen Thatsachen vermelden hauptsächlichin ihrem Inschriftsteile die Memorien- und Donatoren-Kxlibris. Dadurch, dass sie manchmal historische Nach-weise enthalten, decken sie sich zuweilen mit den histo-rischen Exlibris (siehe 4, S. 489).

Derartige Exlibris sind z. B.:2 des Kollegiums .S'/. Nikolaus in Wien für die von

Bisehof Johann Faber von Wien 1540 gestifteten

*) Abbildung: E. L. /.. VI. S. 115 bezw. VII, S. 32, VI.**) Abbildung: Seyler, Exlibris-Taschenbuch, S. 41.