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Deutsche und oesterreichische Bibliothekszeichen, Exlibris : ein Handbuch für Sammler, Bücher- und Kunstfreunde
Entstehung
Seite
357
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Neuzeit, 19. Jahrhundert bis 1871. 357

den Verfertiger gänzlich im Unklaren oder auf Ver-mutungen angewiesen. Wirklich bedeutende Künstlerbeteiligten sich nur ausnahmsweise an der Herstellungeines Exlibris, und der Rest der Exlibris macht zumeist denEindruck der Dutzendwaare. Manche Blätter wurden auchin Anstalten und Grossdruckereien ausgeführt, die ihreFirma noch nicht wie heutzutage angaben.

Erwähnt muss hier werden, dass in diese Zeit dieerste deutsche Exlibris-Publikation fällt:. Heinrich Lem-pertz d. Ae., der ehemalige Buch- und Kunsthändler zuKöln, brachte in seinen »Bilderheften zur Geschichtedes deutschen Buchhandels«, Köln 185365, ein nurden »Bibliothekzeichen« gewidmetes Kapitel mit 20 Ex-libris-Abbildungen 1 Exlibris des 15., 16 des 16.,3 des 17. Jahrhunderts und wies damit zum ersten-mal litterarisch auf Exlibris hin*).

A. EXLIBRIS-VERFERTIGER VON 1800-1871.

München: Otto Titan von Hefner und sein heraldisches

Institut (6 Exlibris); ein Heraltliker, der zwar nochunsauber, aber bereits nach älteren, richtigen Musternarbeitete.

Franz Graf Pocci, Zeichner und Radierer (sein eigenes

Exlibris).Dr. Karl Wolf und Sohn, lithographische Anstalt, Hof-

und Universitätsbuchdruckerei.Nürnberg: Georg Christof Wilder, Diakon bei St.

Lorenz, Dichter, Radierer.

*) Näheres: E. L. Z. VI. S. 570j.