3 SO Allgemeines.
nicht unerwähnt bleiben. Die Billigkeit der Herstellung,sowie Armut und Sparsamkeit des Klosters oder derGeistlichen, sind die Gründe der Entstehung dieser ein-fachen Exlibris, die auch ohne künstlerische oder zeich-nerische Beigabe ihren Zweck, das Buch zu sichern,erfüllten.
Die meist kleinen Blättchen dieser Art enthaltennur eine gedruckte Inschrift, die höchstens noch voneinem Bändchen aus geraden, gebrochenen oder ge-wundenen Linien umgeben ist. Es dürfte von dieserArt vom 16. bis 19. Jahrhundert ungefähr 200 vonKlöstern und Geistlichen geben.
Da es sich hier nur um Inschriften handelt, seieneinige Anfänge derselben mitgeteilt: Exlibris, sum exlibris, liber, hie über pertinet, sum bibliothecae, biblio-theca, ex bibliotheca, ad bibliothecam, spectat ad biblio-thecam, nunc bibliothecae, est (mit Genitiv), ex testa-mento, ad usum, Zur Bibliothek, Aus der Büchersamm-lung, Dies Buch ist gehörig dem etc., Eigentum u. s. w.Häufig sind Jahreszahlen beigefügt, manchmal auchTitulus (Titel), Series (Abteilung), Numerus (Nummer).Als Beispiel sei ein solches Blatt hier (S. 351) wieder-gegeben, das zugleich ein historisches Exlibris ist:Würzburg, Jesuitenkolleg, Buchdruck, c. 1634, 4Grössen, bezw. Druckvarietäten; auf demselben wirdberichtet: Im 30jährigen Krieg erbeuteten dieSchweden nach der Einnahme Würzburgs 1631 dieBibliothek der Universität und des Jesuitenkollegs,die König Gustav Adolf für Upsala bestimmte. In-folge der Schlacht bei Nördlingen, 1634, eroberteGeneral Melchior von Hatzfeld, der Bruder desWürzburg-Mambrrger Kürstbischofs, Kranz von Hatz-